Am Ende ist die Bühne genauso leer wie am Anfang Botho Strauß

FLOH IM OHR von Georges Feydeau
Deutsch von Elfriede JelinekMit: Larissa Fuchs, Ursula Höpfner-Tabori, Laura Mitzkus, Swetlana Schönfeld, Marina Senckel; Nicolai Despot, Michael Kinkel, Gerd Kunath, Detlef Lutz, Joachim Nimtz, Uli Pleßmann, Jakob Schneider, Veit Schubert, Thomas Wittmann
Inszenierung: Philip Tiedemann
Bühnenbild: Norbert Bellen
Kostüme Stephan von Wedel
Musik: Henrik Kairies
Dramaturgie: Hermann Wündrich
Es sind die Hosenträger! Alle Intrigen, Verwechslungen, Täuschungen und Verfolgungsjagden hängen an einem Paar Hosenträgern. Bis geklärt ist, wer sie tatsächlich in einem Stundenhotel vergessen hat, sind zwei Ehen, drei Liebespaare, dazu ein Arzt, ein Amerikaner und ein Alkoholiker um ihre Seelenruhe gebracht. Sie werden durch alle Höllen gejagt, die Komödien, Tragödien, Farcen, Grotesken und das Vaudeville-Theater absurderweise bereit halten.
Ist der Gatte fremd gegangen oder nicht? Wer hat den Liebesbrief geschrieben und für wen ist er bestimmt? Wer ist mit wem im Schlafzimmer? Wer ist Gast und wer ist Diener im Stundenhotel? Und was ist das nur für ein seltsames Bett, das alle um den Verstand bringt?
Die bürgerliche Moral fährt Karussell. Das ist zum Lachen. Premiere: Samstag, 18. Mai, 19.30Uhr
FLÜCHTLINGSGESPRÄCHE von Bertolt Brecht
Bühnenfassung Manfred KargeMit: Roman Kaminski und Manfred Karge
Inszenierung Manfred Karge
Bühne und Kostüme Julia Rogge
Musik: Alfons Nowacki
Dramaturgie: Dietmar Böck
Ziffel, ein Physiker, und Kalle, ein Arbeiter, begegnen sich im Exil und tauschen sich aus über die politischen Verhältnisse und das Leben als Flüchtling: Scharfsichtige Gespräche voller bösem Witz und abgründigem Humor. Denn: „Die Emigration ist die beste Schule der Dialektik...“
DER EINE
Das Bier ist kein Bier, was dadurch ausgeglichen wird, daß die Zigarren keine Zigarren sind, aber der Paß muß ein Paß sein, damit sie einen in das Land hereinlassen.
DER ANDERE
Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.
Bertolt Brecht Premiere: Donnerstag, 13. Juni, 20Uhr