ANDORRA von Max FrischMit: Heinrich Buttchereit (Der Pater), Anke Engelsmann (Die Mutter), Ursula Höpfner-Tabori (Die Senora), Michael Kinkel (Der Tischler), Peter Luppa (Ein Idiot), Uli Pleßmann (Der Wirt), Marko Schmidt (Der Geselle), Veit Schubert (Der Doktor), Judith Strößenreuter (Barblin), Norbert Stöß (Der Lehrer), Felix Tittel (Andri), Georgios Tsivanoglou (Der Soldat)
Leitung: Claus Peymann
Bühne: Peter Friedrich
Kostüme: Ursula Kudrna
Dramaturgie: Hermann Wündrich
Leitung: Claus Peymann
Bühne: Peter Friedrich
Kostüme: Ursula Kudrna
Dramaturgie: Hermann Wündrich
Thomas Niehaus (Andri)Foto: Barbara Braun
Zu einer Zeit, da man in Andorra sich für bessere Menschen hielt, hat ein Lehrer seinen unehelichen Sohn als gerettetes Judenkind ausgegeben – Mitleid und Zuwendung waren dem Jungen gewiß. Inzwischen allerdings hat sich der Wind gedreht. Auf einmal gilt ein Jude als ungeliebter Außenseiter, und Andri wird aus seinem kindlichen Weltvertrauen in abgrundtiefes Mißtrauen gestoßen. Man hämmert ihm solange ein, daß er „anders“ sei, bis er das selbst glaubt. Sogar dann noch, als sich herausstellt, daß er eigentlich gar nicht „anders“ ist. Aber da ist es längst schon zu spät...
Aber was heißt das eigentlich: Außenseiter? Wie „anders“ muß man sein als alle anderen, um als Außenseiter zu gelten? Was ist „anders“? Braucht man Außenseiter? Wie wird man „anders“ und ab wann ist man es? Frisch fragt danach, wie wir zu dem werden, wie wir sind. Und: Könnten wir nicht auch ganz anders sein?drucken
Aber was heißt das eigentlich: Außenseiter? Wie „anders“ muß man sein als alle anderen, um als Außenseiter zu gelten? Was ist „anders“? Braucht man Außenseiter? Wie wird man „anders“ und ab wann ist man es? Frisch fragt danach, wie wir zu dem werden, wie wir sind. Und: Könnten wir nicht auch ganz anders sein?drucken