SCHLAFE, MEIN PRINZCHENSCHLAFE, MEIN PRINZCHEN
Ein musikalischer Abend von Franz Wittenbrink
Uraufführung
Mit: Annemarie Brüntjen (Hans Aigner / Joe), Raphael Dwinger (Philipp Odenthal / Phil), Johanna Griebel (Wolfgang Hornung / Wolfi), Nadine Kiesewalter (Andreas Trautwein / Andi), Andreas Lechner (Chorleiter Obermayer / Franz Grünberger), Lennart Lemster (Ferdinand Sebius / Ferdi), Dorothee Neff (Walther Rheinberger / Walther), Corinna Pohlmann (Siggi Benatzky / Sina), Maike Schmidt (Manfred Müller / Manni), Veit Schubert (Domkapellmeister Radinger / Gernot Bofinger), Laura Tratnik (Sepp Unterholzner / Josy), Thomas Wittmann (Präfekt Fortner / Freddy Bäumer)

Band:
Mathias Weibrich (Flügel)
Ariane Spiegel (Cello)
Jarek Jeziorowski (Tenorsaxophon, Klarinette, Querflöte)
und Tornike Ugrekhelidze (Violine),
Martin Fehr (Tenor)

Regie: Franz Wittenbrink
Musikalische Leitung:
Franz Wittenbrink, Mathias Weibrich
Bühne: Alfred Peter
Kostüme: Wicke Naujoks
Dramaturgie:
Anika Bárdos, Steffen Sünkel
Licht: Steffen Heinke

Dauer: ca. 1h 45 Min (keine Pause)

SCHLAFE, MEIN PRINZCHEN
SCHLAFE, MEIN PRINZCHEN
SCHLAFE, MEIN PRINZCHEN
Fotos: Barbara Braun
Schönster Gesang, wunderbare Kirchenmusik und gleichzeitig sadistische Gewalt und sexueller Mißbrauch – Alltag von Kindern in einem katholischen Knabenchor- Internat. Gesänge von Freiheit und Widerstand gegen bürgerliche Unterdrückungsnormen und gleichzeitig Vergewaltigungen und Einteilung zu Sex-Wochenenden – Alltag von Kindern in einem reformpädagogischen Vorzeige- Internat. Was jahrzehntelang unter dem Deckmantel des „Pädagogischen Eros“ mit minderjährigen Schülern in kirchlichen wie reformpädagogischen Institutionen passierte, erschüttert bis heute die Öffentlichkeit. Der Abend SCHLAFE, MEIN PRINZCHEN nähert sich diesem Phänomen aus der Sicht und der Gefühlswelt der Kinder. Franz Wittenbrink kam mit neun Jahren in das Musikinternat der Regensburger Domspatzen. Nach dem Abitur rebellierte er jedoch gegen dieses konservative Umfeld, studierte Soziologie und war Mitbegründer des KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland). Doch die Musik ließ ihn nicht los, er spielte in einer Band, arbeitete als musikalischer Leiter und inszenierte zahlreiche legendäre Liederabende u.a. am Schauspielhaus Hamburg, den Münchner Kammerspielen und dem Burgtheater Wien. Mit SCHLAFE, MEIN PRINZCHEN kehrt Franz Wittenbrink zurück ans Berliner Ensemble, wo er bereits die beiden musikalischen Abende ZIGARREN (2001) und DIE FARBE ROT – EIN ABEND ÜBER BERTOLT BRECHT (2005) inszenierte.

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