DIE JUDEN Ein Lustspiel in einem Aufzuge von Gotthold Ephraim LessingMit: Felix Tittel (Michel Stich), Marko Schmidt (Martin Krumm), Boris Jacoby (Ein Reisender), Michael Rothmann (Christoph, dessen Bedienter), Axel Werner (Der Baron), Judith Strößenreuter (Ein junges Fräulein, dessen Tochter), Therese Affolter (Lisette)
Inszenierung: George Tabori
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Margit Koppendorfer
Musik: Hans-Jörn Brandenburg
Dramaturgie: Hermann Beil
Dauer: 1 h 45 Minuten (ohne Pause)
Inszenierung: George Tabori
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Margit Koppendorfer
Musik: Hans-Jörn Brandenburg
Dramaturgie: Hermann Beil
Dauer: 1 h 45 Minuten (ohne Pause)


Ich bin ein Jude – dieser lapidare Satz, den der fremde Held der Geschichte, der Reisende, sagt, kippt das lustig-feine Spiel, das Lessing mit gerade einmal 20 Jahren geschrieben hat, in die bittere Realität unserer eigenen Geschichte.
Lessing benutzt durchaus gängige Theaterrequisiten: Eine Dose (nicht ein Brief) setzt die Enthüllungsintrige in Gang. Aber absolut neu, ja kühn vorausdenkend ist, wie Lessing seine Hauptfigur zeichnet. Eine Sensation und 1749 zugleich Anlaß für finstere Religionswächter: Zum ersten Mal in der Geschichte des Theaters betritt die Figur eines positiv gezeichneten Juden die Bretter des Welttheaters.
Ein Lustspiel über den Antisemitismus – ist das nicht eine Ungeheuerlichkeit? George Tabori verändert kein Wort des Textes und doch enthüllt das alte Lustspiel ein anderes Gesicht, wenn heute das grelle Licht der Gegenwart den Text bis in die feinsten Ritzen ausleuchtet.
Vielen, vielen Dank. Was für eine fantastische Vorführung. Ich fürchte, ich werde heute Abend an nichts anderes mehr denken. Studentin Berlin
Es war das Resultat einer sehr ernsthaften Betrachtung über die schimpfliche Unterdrückung, in welcher ein Volk seufzen muß.
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Lessing benutzt durchaus gängige Theaterrequisiten: Eine Dose (nicht ein Brief) setzt die Enthüllungsintrige in Gang. Aber absolut neu, ja kühn vorausdenkend ist, wie Lessing seine Hauptfigur zeichnet. Eine Sensation und 1749 zugleich Anlaß für finstere Religionswächter: Zum ersten Mal in der Geschichte des Theaters betritt die Figur eines positiv gezeichneten Juden die Bretter des Welttheaters.
Ein Lustspiel über den Antisemitismus – ist das nicht eine Ungeheuerlichkeit? George Tabori verändert kein Wort des Textes und doch enthüllt das alte Lustspiel ein anderes Gesicht, wenn heute das grelle Licht der Gegenwart den Text bis in die feinsten Ritzen ausleuchtet.
Vielen, vielen Dank. Was für eine fantastische Vorführung. Ich fürchte, ich werde heute Abend an nichts anderes mehr denken. Studentin Berlin
Es war das Resultat einer sehr ernsthaften Betrachtung über die schimpfliche Unterdrückung, in welcher ein Volk seufzen muß.
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