GRETCHENS FAUSTGRETCHENS FAUST von Johann Wolfgang Goethe
Mit: Anke Engelsmann, Charlotte Müller, Mara Widmann, Johanna Griebel, Inka Löwendorf, Marie Löcker, Larissa Fuchs, Janina Rudenska, Christina Papst, Cornelia Werner, Ninja Stangenberg, Gitte Reppin, Martin Wuttke, Ewa Rataj, Anna Graenzer

und Pudel Taxi

Regie: Martin Wuttke
Regie-Mitarbeit: Henning Nass
Chorleitung: Christine Groß
Bühne: Marc Bausback
Kostüme: Wicke Naujoks
Dramaturgie: Anna Heesen


Dauer: 1 h 40 Minuten (ohne Pause)

GRETCHENS FAUST
Ensemble
Foto: Thomas Aurin
Zunächst steht ein männliches Ich im Zentrum, gespalten in differente Perspektiven auf die eine Welt. Die Substanzen öffnen den Raum, der Teufel markiert sein Revier. Jetzt die Droge, das Symposion, ein neues Gegenüber, die Frau! Wer sind die Frauen in Goethes Faust? Sie sind viele, sie haben ein Ich, eine Umgebung. Sie sind der Kontext, das System, das Opfer und die Täterin und in den Augen des Gelehrten Faust immer ein und dieselbe. So handeln sie im Raum der Beliebigkeit und führen mit Fleiß und Routine die Tragödie zu ihrem bitteren Ende.
Einar Schleef hat es formuliert: die Frauen sind es, die die Drecksarbeit auf der Bühne übernommen haben. Sie opfern sich für das Drama des Mannes. So auch in diesem Faust, – jede für sich.

Die schönheitstrunkene Atmosphäre, das sagenhaft Schimmernde, seltsam unwirklich und obendrein die Nachtzeit – all dies dem Theateralltag so verführerisch Entrückte signalisiert einen Clou. Oder Coup, für den drei Namen stehen: Wuttke, Faust, Goethe. Peng!
Die Welt

Der Schauspieler Martin Wuttke hebt an zur halsbrecherisch hochtourigsten aberwitzigsten Faust-Performance, die wir je sahen...Freilich, ein tolldreister Witz, ein furioses philosophisches Entertainment für Kenner und Liebhaber des Artifiziell-Extraordinären!
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