MEIN KAMPFMEIN KAMPF von George Tabori
MEIN KAMPF
MEIN KAMPF
MEIN KAMPF
Jörg Thieme (Hitler),
Michael Rothmann (Shlomo Herzl) und Jörg Thieme (Hitler)
Fotos: Monika Rittershaus
George Tabori, in dessen Theaterstücken sich immer wieder die unmöglichsten Begegnungen ereignen, läßt in seiner Farce „Mein Kampf“ den fliegenden Buchhändler Schlomo Herzl auf einen jungen Mann aus Braunau am Inn namens Adolf Hitler treffen. In einem Wiener Männerasyl begegnen sie sich und sie teilen sich in den kalten Winternächten einen Mantel. Schlomo mag den jungen Hitler, aber seine Liebe und sein Geschichtenerzählen werden diesen gescheiterten Kunststudenten nicht von einer Weltkarriere als Würgeengel abhalten können. George Tabori nennt sein 1987 am Burgtheater uraufgeführtes Stück „einen theologischen Schwank“, in dem sich Witz und Tiefsinn, Poesie und Melancholie, grauenhafte Realität und brüllende Komik so leichthin mischen, wie es nur Tabori vermochte. „Mein Kampf“ – eines der schönsten Stücke von George Tabori.drucken