ROMEO UND JULIA von William Shakespeare, übersetzt von Thomas BraschMit: Christopher Nell (Romeo), Martin Schneider (Montague, Haupt einer Veroneser Familie, Feind der Capulets), Katharina Susewind (Lady Capulet), Martin Seifert (Capulet, Haupt einer Veroneser Familie, Feind der Montagues), Dejan Bućin (Graf Paris), Felix Tittel (Tybalt, Neffe der Lady Capulet), Roman Kanonik (Benvolio, Neffe der Montagues und Freund Romeos), Frank Röder (Mercutio, ein Freund Romeos), Winfried Goos (Peter, Diener bei den Capulets), Swetlana Schönfeld (Amme), Veit Schubert (Bruder Lorenzo, ein Franziskaner), Anna Graenzer (Julia), Ursula Höpfner-Tabori (Lady Montague)
Casper von Bülow/Gustav Körner (der Prinz), Angela Winkler (Stimme des Prinzen) und den Musikern Bobo und Sebastian Herzfeld
Inszenierung: Mona Kraushaar
Bühne: Katrin Kersten
Kostüme: Nini von Selzam
Musik: Sebastian Herzfeld
Kämpfe: Klaus Figge
Dramaturgie: Hermann Wündrich
Dauer: 3 h 10 Minuten (mit Pause)
Casper von Bülow/Gustav Körner (der Prinz), Angela Winkler (Stimme des Prinzen) und den Musikern Bobo und Sebastian Herzfeld
Inszenierung: Mona Kraushaar
Bühne: Katrin Kersten
Kostüme: Nini von Selzam
Musik: Sebastian Herzfeld
Kämpfe: Klaus Figge
Dramaturgie: Hermann Wündrich
Dauer: 3 h 10 Minuten (mit Pause)

(c) Thomas Aurin
ROMEO UND JULIA ist wohl das bekannteste Theaterstück der Welt. Über 400 Jahre alt ist es dermaßen bekannt, dass auch die, die es nie gesehen haben, wissen, um was es in diesem Theaterstück geht. Sogar die, die es nicht kennen, kennen es.
Ist das so?
Wissen Sie, dass Romeo überhaupt nicht in Julia verliebt ist? Zunächst einmal schwärmt er für eine bezaubernde Rosalind. Aber die lässt ihn zu seinem großen Leid abblitzen. Auf einem Maskenball, wo er seiner Angebeteten auflauern will, tanzt zufällig Julia an ihm vorbei. Julias Gesicht ist maskiert, Romeo kann sie also gar nicht richtig sehen, trotzdem schwärmt er sofort für sie. Der junge Mann ist offenbar leicht zu entzünden.
Julia, gerade mal 14 Jahre alt, ist ebenfalls sofort Feuer und Flamme. Auch sie weiß eigentlich nicht richtig, wie Romeo aussieht. Auf dem Fest trägt er ja eine Maske und später, als Romeo zufällig unter ihrem Balkon entlang schlendert, ist es stockdunkle Nacht. Aber sie bietet dem überraschten Romeo ohne Aufschub die Ehe an, der sofort ewige Liebe schwört.
Wie ein Blitz schlägt in beide die Liebe ein und entfacht eine einmalige, wahnwitzige, farbige, unendlich zarte, leidenschaftliche und traurige Geschichte. Sie ist ein Gleichnis für das unvermeidliche Scheitern absoluter Gefühle in einer Welt, die von Familienhass, Parteienstreit, von bösen Folgen guten Willens, Gewalt und auch Zufall derart verrätselt ist, dass niemand sie durchschauen kann. Und es ist eine Geschichte über die tragische Nachbarschaft von Liebe und Tod. Es ist eine alte Geschichte und sie ist immer wieder neu.
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