DER KIRSCHGARTEN von Anton Tschechowübertragen und bearbeitet von Thomas Brasch
Mit: Cornelia Froboess (Ljubow Andrejewna Ranjewskaja, Gutsbesitzerin), Anna Graenzer (Anja, ihre Tochter, 17 Jahre alt), Laura Mitzkus (Warja, ihre Adoptivtochter, 24 Jahre alt), Martin Seifert (Leonid Andrejewitsch Gajew, ihr Bruder), Robert Gallinowski (Jermolaj Alexejewitsch Lopachin, Kaufmann), Christian Hockenbrink (Pjotr Sergejewitsch Trofimow, Student), Axel Werner (Boris Borisowitsch Simjonow-Pischtschik, Gutsbesitzer), Carmen-Maja Antoni (Charlotta Iwanowna, Gouvernante), Thomas Wittmann (Semjon Pantelejewitsch Jepichodow, Kontorist), Hanna Jürgens (Dunjascha, Zimmermädchen), Jürgen Holtz (Firs, Diener, 87 Jahre alt), Dejan Bućin (Jascha, ein junger Diener), Detlef Lutz (Ein Stationsvorsteher), Claudia Burckhardt (Die Frau des Stationsvorstehers), Uli Pleßmann (Ein Postbeamter), Michael Kinkel (Ein Reisender)
Musiker:
Tatjana Mesar/Marina Tantanozzi (Flöte)
Sophia Baltatzi/
Angelina Kartsaki (Violine)
Andreas Henze (Bass)
Joe Bauer/Mathias Trippner (Percussion)
Valentin Butt (Piano)
Regie: Thomas Langhoff
Bühne: Katrin Kersten
Kostüme: Wicke Naujoks
Musik: Hans-Jörn Brandenburg
Dramaturgie: Dietmar Böck
Dauer: 2 h 10 Minuten (ohne Pause)
Musiker:
Tatjana Mesar/Marina Tantanozzi (Flöte)
Sophia Baltatzi/
Angelina Kartsaki (Violine)
Andreas Henze (Bass)
Joe Bauer/Mathias Trippner (Percussion)
Valentin Butt (Piano)
Regie: Thomas Langhoff
Bühne: Katrin Kersten
Kostüme: Wicke Naujoks
Musik: Hans-Jörn Brandenburg
Dramaturgie: Dietmar Böck
Dauer: 2 h 10 Minuten (ohne Pause)



Cornelia Froboess, Christian Hockenbrink, Anna Graenzer;
Robert Gallinowski;
Fotos: Thomas Aurin
„Ohne den Kirschgarten würde ich mein eigenes Leben nicht mehr verstehen“ sagt die Ranjewskaja in Anton Tschechows „Kirschgarten“. Sie ist nach einem unglücklichen, turbulenten Leben in Paris nach Russland zurückgekehrt und hatte gehofft, auf dem Gut mit dem weithin berühmten Kirschgarten Ruhe und vielleicht so etwas wie Heimat wieder zu finden. Jetzt aber wird der Garten verkauft, abgeholzt, parzelliert und das Gelände mit Datschen bebaut.
Tschechows letztes Stück – geschrieben 1904 von dem bereits todkranken Dichter und Arzt – durchweht eine Ahnung von Abschied, Untergang und Tod. Gleichzeitig ist „Der Kirschgarten“ eines der komödiantischsten Stücke Tschechows. Das Clownesk-Läppische stößt sich hier hart im Raum mit bitterer Vergeblichkeitsahnung. Aus dem Alltäglichen, auch Erbärmlichen erhebt sich eine unbestimmte Hoffnung auf ein mögliches Glück in weiter Ferne. Nach dem Abschied und Aufbruch der ehemaligen Gutsbewohner bleibt der greise Diener Firs im Haus zurück – allein und vergessen.
Der Dichter Thomas Brasch hat Tschechows Stück in eine deutsche Fassung gebracht, deren Lakonie und Direktheit alles wehmütige Sentiment meidet.drucken