DER KIRSCHGARTENDER KIRSCHGARTEN von Anton Tschechow
übertragen und bearbeitet von Thomas Brasch
DER KIRSCHGARTEN
DER KIRSCHGARTEN
DER KIRSCHGARTEN
Carmen-Maja Antoni, Anna Graenzer, Martin Seifert, Laura Mitzkus, Hanna Jürgens, Robert Gallinowski;
Cornelia Froboess, Christian Hockenbrink, Anna Graenzer;
Robert Gallinowski;
Fotos: Thomas Aurin
„Ohne den Kirschgarten würde ich mein eigenes Leben nicht mehr verstehen“ sagt die Ranjewskaja in Anton Tschechows „Kirschgarten“. Sie ist nach einem unglücklichen, turbulenten Leben in Paris nach Russland zurückgekehrt und hatte gehofft, auf dem Gut mit dem weithin berühmten Kirschgarten Ruhe und vielleicht so etwas wie Heimat wieder zu finden. Jetzt aber wird der Garten verkauft, abgeholzt, parzelliert und das Gelände mit Datschen bebaut. Tschechows letztes Stück – geschrieben 1904 von dem bereits todkranken Dichter und Arzt – durchweht eine Ahnung von Abschied, Untergang und Tod. Gleichzeitig ist „Der Kirschgarten“ eines der komödiantischsten Stücke Tschechows. Das Clownesk-Läppische stößt sich hier hart im Raum mit bitterer Vergeblichkeitsahnung. Aus dem Alltäglichen, auch Erbärmlichen erhebt sich eine unbestimmte Hoffnung auf ein mögliches Glück in weiter Ferne. Nach dem Abschied und Aufbruch der ehemaligen Gutsbewohner bleibt der greise Diener Firs im Haus zurück – allein und vergessen. Der Dichter Thomas Brasch hat Tschechows Stück in eine deutsche Fassung gebracht, deren Lakonie und Direktheit alles wehmütige Sentiment meidet.drucken