STELLVERTRETER, DERDER STELLVERTRETER Ein christliches Trauerspiel von Rolf Hochhuth
STELLVERTRETER, DER
Hans-Michael Rehberg (Papst Pius XII.)
Foto: Monika Rittershaus
Nichts tun – das ist so schlimm wie mittun!

Der Aufschrei eines jungen Priesters, der erkennt, dass die Mühlen der katholischen Kirche nicht aufzuhalten sind, dass Humanismus und Kirchenpolitik wenig miteinander zu tun haben in Zeiten der Angst und des Faschismus.

Das berühmte Theaterstück, von Rolf Hochhuth mit größter Sorgfalt recherchiert, erzählt die Geschichte eines jungen, katholischen Priesters zwischen Berlin und Rom in den Jahren 1942/1943. Opportunismus und Kleinmütigkeit, taktisches Lavieren und politisches Kalkül verschleiern, verdrängen die Realität. Und am Ende des Weges steht der Papst, der Stellvertreter Gottes, – und schweigt.

Hochhuths aufwühlendes, viel umstrittenes Theaterstück über die Rolle der Kirche bei der Vernichtung der Juden – am Berliner Ensemble mit Hans-Michael Rehberg als Papst, Konrad Singer als Pater Riccardo, Michael Maertens/Rainer Philippi als SS-Kommandant Gerstein und Uli Pleßmann als Kardinal.


Tiedemanns Inszenierung fesselt als künstlerisch überzeugend verdichtete Absage an jede Form von Terror.
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