Im Gespräch mit Claus Peymann
In deutscher und italienischer Sprache mit Übersetzung
Zusammen mit dem Rotbuch Verlag

Dario Fo und Franca Rame in Berlin!
Franca Rame, Grande Dame des italienischen Theaters, und ihr Mann, Literaturnobelpreisträger Dario Fo kommen zu einer einmaligen Veranstaltung ins BE. Im Gespräch mit Claus Peymann stellen die beiden weltberühmten Theaterprovokateure ihre Autobiographien vor, erzählen von turbulenten Bühnenjahren, von politischem Protest und natürlich von ihrer unermüdlichen Opposition gegen Silvio Berlusconi.
Im Februar 2010 erscheint bei Rotbuch die Autobiographie „Aus dem Stegreif“ von Franca Rame und Dario Fo, 2008 erschien im selben Verlag Dario Fo’s Autobiographie "Die Welt, wie ich sie sehe".

Freitag, 19. Februar, 20.00 Uhr

Mit: Anke Engelsmann, Ruth Glöss, Ursula Höpfner-Tabori, Judith Strößenreuter, Laura Tratnik; Dejan Bućin, Jürgen Holtz, Boris Jacoby, Christopher Nell, Marko Schmidt, Veit Schubert, Sabin Tambrea, Axel Werner

Inszenierung: Simone Blattner
Bühne: Alain Rappaport
Kostüme: Sabine Fleck

Die Regisseurin Simone Blattner wird zum ersten Mal am BE inszenieren, erstmals überhaupt in Berlin. 1968 in Basel geboren, war sie nach dem Regie-Studium an der Falkenberg-Schule in München vor allem am Theater am Neumarkt in Zürich, am Bayerischen Staatschauspiel in München und am Schauspiel Frankfurt tätig. Das Spektrum ihrer Inszenierungen reicht von der deutschen Klassik wie Schillers JUNGFRAU VON ORLEANS bis zu Urauf­führungen von Stücken Martin Heckmanns und anderer zeitgenössischer Autoren. Aber auch mit Komödien wie Feydeaus FLOH IM OHR war sie erfolgreich. Am BE wird sie Heinrich von Kleists DAS KÄTHCHEN VON HEILBRONN inszenieren.

Premiere: 19. März 2010

Mit: Claudia Burckhardt, Larissa Fuchs, Anna Graenzer, Monika Lennartz, Swetlana Schönfeld, Marina Senckel; Heinrich Buttchereit, Alexander Ebeert, Winfried Goos, Roman Kaminski, Roman Kanonik, Michael Kinkel, Gerd Kunath, Peter Luppa, Dieter Montag, Lucas Prisor, Stephan Schäfer, Martin Schneider, Andreas Seifert, Norbert Stöß, Jörg Thieme, Felix Tittel, Georgios Tsivanoglou, Thomas Wittmann

Regie und Bühne: Manfred Karge
Kostüme: Jessica Karge
Musik: Alfons Nowacki

„Schrecklich ist die Verführung zur Güte“ verkündet der Balladensänger. Das Ende der Geschichte scheint ihm Recht zu geben. Der verlumpte Richter Azdak, ein wahrer Eulenspiegel, verdreht Recht zu Unrecht, damit die Gerechtig­keit zum Zuge kommt. Die Magd Grusche darf Mutter bleiben, obwohl sie keine ist. Die leibliche Mutter, die reiche Gouverneursfrau, verliert, was sie im Stich ließ und wiederhaben will – ihr Kind. Ein Märchen, am Ende des 2.Weltkrieges geschrieben, behandelt „die Tödlichkeit des mütterlichen Verhaltens, wobei der Kapitalismus nicht verborgen bleibt.“ (Bertolt Brecht)
Eine Volkstheater-Ballade über das Überleben in schlimmen Zeiten und über die richtige Unordnung im falschen Leben.
Ach, zum Tragen, spät und frühe / Ist zu schwer ein Herz aus Stein / Denn es macht zu große Mühe / Mächtig tun und böse sein.

Gefördert von der Lotto-Stiftung, Berlin

Premiere: 23. April 2010

mit ihrem neuen Programm

Berlin-Premiere: Frühjahr 2010

Inszenierung: Peter Stein
Bühne: Ferdinand Wögerbauer
Kostüme: Moidele Bickel
Musik: Arturo Annecchino
Licht: Joachim Barth

Ödipus, der Vatermörder, der mit seiner Mutter vier Kinder gezeugt hat, der ausgestoßene, geächtete Vagabund, kommt, von seiner Tochter Antigone geführt, nach langen Jahren büßender Wanderschaft nach Kolonos, nach Athen, wo ihm das Orakel von Delphi endlich Ruhe im Tode verheißen hat. Ihn, den letzten der großen Heroen und einzigen legitimen Herrscher Thebens, den vom Schicksal, von den Göttern unwissend in seine Verbrechen Getriebenen, ihn lieben diese grausamen Götter und verwandeln ihn mit seinem Tod in eine Schutzmacht für Athen, das ihm freundlich Asyl gewährt hat. Fortan muss die Welt ohne die Götterähnlichen weiterleben, beherrscht von Usurpatoren (Ödipus’ Schwager Kreon) und Neulingen der Macht (sein Sohn Polyneikes), die den alten, sterbenden Mann mit Gewalt oder Überredung an sich zu bringen suchen, um dadurch ihre widerstrebenden Herrschaftsansprüche zu legitimieren. Ödipus, der sich mit Jähzorn gegen diese Vereinnahmung wehrt, verflucht die Herrscher seiner Vaterstadt und schenkt sich der dem Gesetz verpflichteten Stadt Athen und ihrem Herrscher Theseus, der sich anschickt, die Demokratie zu entwickeln.
Diese Tragödie, mit 90 Jahren 406 v. Chr. geschrieben und erst fünf Jahre später posthum aufgeführt, ist Sophokles’ letztes Werk, mit ihr stirbt auch die attische Tragödie. Peter Stein

Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen.

Premiere: 25. August 2010

Inszenierung: Claus Peymann

Uraufführung: 2011