Ein neues Stück

Von Árpád Schilling

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Weitere Termine folgen bald.

Großes Haus

Árpád Schilling ist ein ungarischer Theatermacher und politischer Aktivist, der im September 2017 vom Nationalen Sicherheitskomitee des ungarischen Parlaments zum "Staatsfeind" erklärt wurde. Der genaue Wortlaut besagte, dass Schilling ein "potenzieller Vorbereiter für anti­staatliche Aktivitäten" sei.

Schilling studierte Regie in Budapest und gründete bereits 1995 sein eigenes Ensemble Krétakör (Kreidekreis). Mit diesem arbeitete er bis 2008, schuf zahlreiche Produktionen und machte Krétakör zu einem der bedeutendsten innovativen Theaterensembles Europas. Seine Produktionen wurden im Programm verschiedener internationaler Festivals gezeigt. 2005 erhielt er den Stanislavsky­-Preis in Moskau.

2008 wurde Schilling in Frankreich zum Chevalier de l’Ordre des Arts et Lettres ernannt. Im selben Jahr löste er Krétakör auf und schuf eine Produktionsplattform, um Projekte zu entwickeln, die auf soziale und politische Probleme in Ungarn direkter und stärker reagierten. Im Jahr 2016 wurde Krétakör mit dem Preis der Europäischen Kulturstiftung Prinzessin Margriet für Kultur für seine außergewöhnliche künstlerische und kulturelle Arbeit in der Entwicklung kritischer Räume der sozialen Partizipation und des politischen Experimentierens durch Kultur ausgezeichnet.

Seit 2015 arbeitet Árpád Schilling nicht mehr in seiner Heimat Ungarn. In verschiedenen europäischen Theatern entwickelt er seitdem Stücke, die sich mit den jeweiligen politischen und kul­turellen Situationen vor Ort verbinden. Schilling schafft poetische "Zeitstücke" und "Momentaufnahmen" über menschliche Zustände, über Träume und Probleme. Árpád Schilling wird seine psycho­sozio­politischen und künstlerischen Erkundun­gen fortsetzen und Ergebnisse in Gestalt eines neuen Stückes am Berliner Ensemble zeigen.

Besetzung & Regieteam

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