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place to BE: Neueröffnung des Berliner Ensembles

Ingo Sawilla

Das neue Berliner Ensemble ist eröffnet! Mit drei Premieren in drei Tagen stellte sich das neue Ensemble dem Berliner Publikum vor.

Zur Eröffnung inszenierte Antú Romero Nunes Albert Camus' "Caligula" mit Constanze Becker in der Titelrolle: "Constanze Becker macht aus Caligula einen fiebrig-kalten Killer-Vamp, einen hellsichtigen Irren, ein überzeugend vom Leben und den Mitmenschen angeekeltes Monster." (Süddeutsche Zeitung) Tags darauf hatte Arne Lygres "Nichts von mir" zur Eröffnung des Kleinen Hauses, der neuen kleinen Spielstätte des Berliner Ensembles, deutschsprachige Erstaufführung. "Ein großer Frauenabend" befand die taz.

Zum Abschluss des Premierenreigens inszenierte der neue Hausregisseur Michael Thalheimer Bertolt Brechts "Der kaukasische Kreidekreis". Brecht inszenierte die deutschsprachige Erstaufführung selbst am 7. Oktober 1954 auf der Bühne des Berliner Ensembles mit Helene Weigel in der Hauptrolle. Nun spielt die Grusche Stefanie Reinsperher, die neu am Berliner Ensemble ist: "Stefanie Reinsperger, glücklichster Neuzugang von der Wiener Burg, schmachtet, schwelgt, trieft, juchzt, ächzt, hopst, greint, knutscht, schluchzt, heult, zetert und verachtet auf Champions-League-Niveau" jubiliert Jan Küveler in der Welt. "Sie macht die Minuten schneller vergehen, was im Theater eines der größten Komplimente ist, die man machen kann."