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Berliner Ensemble setzt Streaming-Angebote in der neuen Spielzeit fort

Weiterführung der Online-Angebote auf "BE at home" u.a. mit kostenlosen Übertragungen historischer Brecht-Inszenierungen

Das Berliner nimmt am 4. September unter Einhaltung der Corona Schutz- und Hygienemaßnahmen den Spielbetrieb im Großen Haus wieder auf, das Neues Haus wird an Mitte Oktober bespielt. Zugleich wird auch das Online-Angebot auf "BE at home", das während der Corona-Zeit ab März etabliert wurde, u.a. mit Livestreams von Publikumsgesprächen und Übertragungen historischer Aufnahmen fortgeführt.

"Es hat uns während der Schließung des Theaters wahnsinnig gefreut zu sehen, wie viele Leute uns online die Treue halten, nicht nur in Deutschland. Auch das Interesse aus dem Ausland war enorm und wir bekamen zahlreiche Rückmeldungen zu unseren Streams u.a. aus den USA, Brasilien, der Türkei oder aus Russland. Wir wollen deshalb bestimmte Formate aus der Corona-Pause weiterführen und unserem Publikum so neben dem Theaterbesuch auch online weiter Angebote machen. Gerade Menschen, die nicht die Möglichkeit haben, eine Vorstellung im Berliner Ensemble zu besuchen, möchten wir so weiterhin eine Form der Teilhabe bieten“, so Intendant Oliver Reese.

 

Brecht-Inszenierung von "Mutter Courage und ihre Kinder" u.a. kostenlos im Stream des Monats

Von Mitte September bis Ende des Jahres zeigt das Berliner Ensemble im "Stream des Monats" vier historische Brecht-Inszenierungen, darunter zum Auftakt "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" von 1959 mit Ekkehard Schall (Regie: Manfred Wekwerth und Peter Palitzsch). Im November steht "Coriolan" von 1964 auf dem Programm in der Inszenierung von Manfred Wekwerth und Joachim Tenschert.

In Zusammenarbeit mit dem Bertolt-Brecht-Archiv der Akademie der Künste wird Bertolt Brechts eigene Inszenierung von "Die Mutter" mit Helene Weigel in der Titelrolle (1951/58, Regie Bertolt Brecht/Manfred Wekwerth) übertragen und zum Abschluss steht im Dezember noch einmal Brechts und Erich Engels Inszenierung von "Mutter Courage und ihre Kinder" aus dem Jahr 1949 auf dem Online-Spielplan. Diese Aufnahme zeigt eine Vorstellung im Berliner Ensemble aus dem Jahr 1957 und entspricht der Inszenierung, die Brecht 1949 am Deutschen Theater erarbeitete und aus der das Couragemodell hervorging. "Hier man kann erleben, wie Brecht wirklich gearbeitet hat" erklärt Erdmut Wizisla, Leiter des Brecht-Archivs.

Die Streams stehen jeweils eine Woche lang kostenfrei als Stream on demand auf www.berliner-ensemble.de/be-on-demand zur Verfügung.

 

Publikumsgespräche im Livestream

Zudem wird das Berliner Ensemble aufgrund der geringeren Platzkapazitäten ab September ausgewählte Publikumsgespräche aus dem Großen Haus zusätzlich als Livestream übertragen. Zuschauerinnen und Zuschauer können so von Zuhause kostenlos die Gespräche verfolgen und per Chat live eigene Fragen an das Podium im Saal stellen.

Im September werden u.a. das Gespräch zur Neuinszenierung "Gott ist nicht schüchtern" gestreamt (5. September 2020) sowie die beiden Diskussionen mit dem Titel "Der Tod ist groß" begleitend zur Uraufführung von Ferdinand von Schirachs "Gott" mit Expertinnen und Experten aus Medizin, Religion, Philosophie und Recht (13. und 26. September 2020). Alle Livestream-Angebote sind im Spielplan entsprechend ausgewiesen.

Helene Weigel und Bertolt Brecht