Zeit der Feindschaft

Ein Thementag in Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938
 

Vergleiche mit den Zuständen der 1920er- und 30er-Jahre, die im Faschismus und schließlich im Holocaust endeten,  betonen vor allem die Spaltung der Gesellschaft in antagonistische Lager. Das machte zuerst politische, dann gesellschaftliche Bündnisse unmöglich und führte letztlich zum blanken Hass auf den Sraßen: Gewalt gegen Andersdenkende, brennende Geschäfte von Jüdinnen und Juden, das Schüren von Feindbildern. Doch hilft dieser Blick zurück dabei, die heutige Lage besser zu verstehen? Drohen ähnliche Spaltungen? Ähnliche politische Verhältnisse? Ähnlich enthemmte Gewalt? Wie ließe sich die Erosion der Gemeinschaft verhindern? Der Thementag Zeit der Feindschaft nähert sich diesen Fragen in drei  Podiumsdiskussionen.

Kuratiert von: Johannes Nölting

 

Freund und Feind

11:00-12:30 Uhr, Neues Haus
 

"Cancel Culture“, "Freund-Feind-Schema", "Moralfalle". Öffentliche Debatten sind zunehmend geprägt nicht nur von Uneinigkeiten, sondern von Unverständnis, Kompromisslosigkeit und dem Unwillen, Konflikte auszutragen. Was bedeutet das für eine Demokratie? Was für die Meinungsfreiheit? Und was ist überhaupt eine Meinung?

MIT Carolin Emcke (Publizistin & Philosophin), Hasnain Kazim (Publizist)
MODERATION Caterina Lobenstein (Die Zeit)

Eintritt frei. Kartenreservierung erforderlich.

 

"Der Schoss ist fruchtbar noch"

13:30-15:00 Uhr, Neues Haus

 

In den 1920er- und 30er-Jahre spitzten sich die politischen Verhältnisse immer weiter zu und endeten in Gewalt auf offener Straße und schließlich dem Holocaust. Sind unsere politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse mit denen von damals vergleichbar? Wie groß ist die Gefahr von rechts? Lässt sich aus Geschichte lernen?

MIT Volker Kutscher (Autor, u.a der Romanvorlage zu Babylon Berlin), Cornelia Koppetsch (Soziologin), Natascha Strobl (Politologin)
MODERATION Malene Gürgen (taz)

Eintritt frei. Kartenreservierung erforderlich.

 

Utopie Gemeinschaft

16:00-17:30 Uhr, Neues Haus

Überall ist von politischer aber auch gesellschaftlicher und sozialer Spaltung die Rede. Sind wir eine Gemeinschaft? Ist der  Begriff Gemeinschaft überhaupt produktiv? Was können wir den Spaltungen von rechts, was dem Hass entgegnen? Wie sieht eine demokratische, soziale und gerechte Gemeinschaft aus? 

MIT Ines Schwerdtner (Jacobin Magazin), Ronen Steinke (Jurist & Publizist), Eva von Redecker (Philosophin)
MODERATION Matthias Meisner (Tagesspiegel)

Eintritt frei. Kartenreservierung erforderlich.