Resilienz der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit

Im April trifft Hendrik Bolz im Vorfeld der Landtagswahlen im Herbst die Politikwissenschaftlerin Hannah Beck, die sich u.a. beim "Thüringen Projekt" des Verfassungsblogs und bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte mit der Wehrhaftigkeit der deutschen Verfassung und den politischen Verhältnissen in Ostdeutschland auseinandersetzt. Hören Sie hier das Gespräch vom 20. April 2026.

Hendrik Bolz und Hannah Beck | 21.04.26
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Hannah Beck, die in Eisenach (Thüringen) aufgewachsen ist, berichtet vom sogenannten "Thüringen-Projekt". Dabei handelt es sich um ein vom Verfassungsblog initiiertes Forschungsprojekt zur Resilienz von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland. Das Projekt untersuchte konkret, welche Spielräume eine autoritär-populistische Partei auf Landesebene hätte, um ihre Macht zum Schaden der Demokratie einzusetzen. Ausführlich erläutert Hannah Beck die Ergebnisse, mögliche Szenarien sowie die Reaktionen aus Politik und Gesellschaft auf die Forschungsresultate.


Zudem werden einzelne Punkte des Regierungsprogramms der AfD in Sachsen-Anhalt thematisiert und im Hinblick auf das Thüringen-Projekt kritisch beleuchtet. Daraus ergibt sich die Frage, warum eine Partei wie die AfD derartigen Anklang in der Gesellschaft findet, eine Frage, die Beck mit eigenen Forschungsergebnissen zu beantworten versucht.


Abschließend werfen die beiden einen Blick auf Hannah Becks Jugend im Osten. Dieses Gespräch bildet die Brücke zu einer Analyse von Kirchlichkeit und Glauben in den Bundesländern. Sie erörtern, welche Rolle religiöse Institutionen in einer Region spielen, die historisch von einer starken Säkularisierung geprägt ist und inwiefern der Glaube heute noch als identitätsstiftendes oder stabilisierendes Element in der Gesellschaft fungieren kann.