Mephisto

By Klaus Mann

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  • 16.30 Uhr Einführung im Großen Salon.

Klaus Mann's novel written in exile – a satire about opportunism and the betrayal of once socially accepted values – was immediately banned in 1936. In the spotlight: the famous actor Gustaf Gründgens alias Hendrik Höfgen, who became "a clown to entertain the murderers" during National Socialism. Frank Castorf confronts us with the intoxication of power, the eroticism of betrayal and the charm of downfall – no less alluring then than it is today.

Klaus Mann's exile novel, subtitled "The Story of a Career", which he said he intended "to only portray types, not portraits", was immediately banned after its publication in 1936. For it was easy to recognise the actor, director and artistic director Gustaf Gründgens, once a close artistic colleague and brother-in-law of Klaus Mann, who had risen to fame in the role of Mephisto, in the main character of Hendrik Höfgen. As a writer who had fled the Nazis, was openly homosexual and part of the antifascist resistance, Klaus Mann's "Mephisto" is a scathing satire about the opportunism of the former drawing-room communists who mutated into "monkeys of power" in the blink of an eye in Germany between 1925 and 1936. Gründgens became a prime example of the contradiction between high art amidst the basest barbarism. "But I’m only an ordinary actor" is the last thing Höfgen says in the novel, and an actor has to act. 

Klaus Mann committed suicide in 1949 by taking an overdose of sleeping tablets. Gustaf Gründgens too, who was a skilled at contorting himself to court success in every system, died fourteen years later of an overdose of sleeping tablets. But the duel between the two dead men lives on in "Mephisto". Frank Castorf confronts us with the intoxication of power, the eroticism of betrayal and the charm of downfall, which we can still be seduced by today just as we were then.      

Pressestimmen

"Brillantes Schauspielertheater!"

Deutschlandfunk Kultur

"Ein Must-see!"

nachtkritik.de

"Ein grandios unterhaltsamer, psychologisch kluger, historisch verankerter und kaum ausufernder Abend, bei dem man einiges über sich selbst und über die politische Gegenwart lernt."

rbb Inforadio

"Eine makabre, bewegende Revue."

Tagesspiegel

"Eine derart vielgesichtige Studie über Macht hat man lange nicht mehr auf der Bühne gesehen. Ohne vordergründige Aktualisierungen, ohne Moralkeule und Besserwisserei. Wer hätte gedacht, dass Castorf so ein gutes Händchen für psychologisches Theater haben würde."

Deutschlandfunk

"Frank Castorf bringt den Skandalroman als beunruhigende Selbsterkundung des Autors auf die Bühne, mit glänzendem Ensemble und Verstörungspotenzial für die Gegenwart."

Die Welt

"Dies zu sehen, wie der Innerlichkeitsschauspieler Harzer immer mehr die Kontrolle über sein Sprechen verliert, wie die wirklich wahren Bedeutungen immer erst von außen, durch fremde Energien eintropfen, wird eine der spannendsten Beobachtungen dieses Abends. Ein Wechselbad aus überbordender Dichte und statischer Leere: reichstes Denk- und Lebenstheater."

Berliner Zeitung

"Dieser Hendrik Höfgen ist ein Mann, der immerzu fürchtet, dass die anderen ihm auf die Schliche kommen. Harzer spielt ihn grandios als einen Daseinstänzler ohne verlässlichen Stand- und Schwerpunkt."

Die Zeit

"Der heraufziehende Nationalsozialismus ist deutlich mehr als ein bedrohliches Hintergrundrauschen. Statt die Figuren zu Ideologie- und Thesenträgern zu machen, löst Castorf die linken und rechten Parolen in einer Art kollektiver Wut und Panik auf, bis das Zeitgefühl selbst zu sprechen und alles in den Abgrund zu stürzen scheint."

Süddeutsche Zeitung

"Teuflisch lang, teuflisch gut: 'Mephisto' am BE"

Berliner Morgenpost

"Jens Harzer ist wirklich eine Wucht."

Radio3

"Wie das brillante Ensemble hier nun den eigenen eitlen Betrieb aufs Korn nimmt, allen voran Sascha Nathan als Betriebsnudel und Intendantenklischee, ist ungeheuer komisch."

rbb24

"Gerade dadurch, dass Castorf weder darum bemüht ist, den Stoff krampfhaft auf die Gegenwart zu beziehen, noch der Versuchung erliegt, die vermeintlich integren Sprösslinge der Familie Mann dem bösartigen Karrierismus eines Gründgens gegenüberzustellen, gelingt ihm ein beunruhigender Abend. Er zeigt, dass moralische Integrität bisweilen weniger mit der richtigen Meinung als mit biografischen Zufällen zu tun hat. Gerade darin liegt die Warnung dieses 'Mephisto'."

Jüdische Allgemeine

Digitales Magazin