Im Fokus der Reihe "Friedman im Gespräch" stehen die existenziellen und politischen Themen der Gegenwart. Im Gespräch mit Gäst:innen aus Politik, Kunst und Wissenschaft sucht Autor, Publizist und Philosoph Michel Friedman regelmäßig die Auseinandersetzung. Intensiv, kontrovers, neugierig auf emanzipatorisches Potential und eindeutige Positionierungen.
In dieser Ausgabe spricht Michel Friedman mit Bodo Ramelow über Demokratie: Was bleibt von der parlamentarischen Demokratie, wenn sich Mehrheiten immer schwieriger finden lassen? Wie regiert man, wenn ohne Extremist:innen keine Regierung mehr zustande kommt? Kann eine Demokratie ihre Feinde ausschließen, ohne selbst undemokratisch zu werden? Was muss sie ertragen, und was darf sie nicht dulden? Wo endet der Kompromiss und wo beginnt der Verrat an den eigenen Überzeugungen?
Bodo Ramelow (*1956) ist verheiratet und hat zwei Söhne. Nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei Karstadt war er ab 1981 Gewerkschaftssekretär bei der HBV. 1999 zog er für die PDS in den Thüringer Landtag ein. Von 2005 bis 2009 war er Mitglied des Bundestages, ab 2009 erneut Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag. Von 2014 bis 2024 war er erster Thüringer Ministerpräsident der Linkspartei in der BRD. 2021/22 amtierte er als Bundesratspräsident. 2025 kehrte er als direkt gewählter Abgeordneter in den Bundestag zurück und ist seit März 2025 dessen Vizepräsident.