Vernon Subutex 1 - 3 von Virginie Despentes

Martin Wuttke liest in Serie
Mi 19.12.
20:00 Uhr
Großes Haus
Keine Pause
#BEsubutex

"Man nimmt Subutex statt Heroin, das ist ein wenig die These meiner Buchcharaktere. Alles fühlt sich ein bisschen an, wie eine Ersatzdroge - heutzutage."
Virginie Despentes

Wer heute im Jahr 2018, zum Beispiel in Berlin, ein Leben führt, in dem er oder sie sich an richtige Drogen nicht ranwagt oder auch einfach nicht mehr rankommt, weil sie oder er kein Geld oder keine Lust mehr hat oder zu alt ist oder zu satt oder zu unsexy oder zu müde oder zu besoffen oder zu gefangen oder lieber immer schon vernünftig sein wollte oder Hunde oder Kinder hat oder warum auch immer, der oder die sollte sich an Virginie Despentes halten und das, was sie zu bieten hat: VERNON SUBUTEX. Lesen kann enorm berauschend sein! Und wir lernen sie alle kennen, alle die Menschen, die uns vertraut sind, alle, von denen wir es gewohnt sind, sie zu verachten oder zu lieben, alle, die wir sind oder sein könnten und nicht sein wollen, alle, die wir vielleicht auch beschreiben können, die aber immer schon bühnenuntauglich waren.

Mit ihrer groß angelegten dreiteiligen Romanserie "Das Leben des Vernon Subutex", die in Frankreich die Literaturszene grenzensprengend revolutioniert hat und deren dritter Teil in Deutschland Anfang September erschienen ist, hat die Autorin Virginie Despentes nichts weniger als ein neues Testament der Gegenwart geschrieben. Und obwohl es immerzu bergab geht und alles eiskalt vor einem steht, ist es die schöne Wärme der Utopie, die einen mehr und mehr umarmt, je higher man wird.

Im Oktober fing Martin Wuttke an vorzulesen. Und er wird damit nicht aufhören... bis zum bitteren Ende.

19. Dezember 2018 Folge 4

Fortsetzung folgt! Neueinstieg jederzeit möglich. Martin Wuttke spielt keine Rolle und der Sound macht die Musik!

Besetzung & Regieteam

  • Einrichtung: Anna Heesen, Martin Wuttke
  • Raum: Theresa Lechner
  • Ton/Video: Max Heesen