Karl-Ernst Herrmann verstorben

12.8.1936 – 13.5.2018

Das Berliner Ensemble trauert um den Bühnenbildner und Regisseur Karl-Ernst Herrmann, der lange Jahre am Berliner Ensemble tätig war. Er verstarb am 13. Mai 2018 im Alter von 81 Jahren.

Karl-Ernst Herrmann prägte mit seinen Bühnenbildern das deutschsprachige Theater der letzten Jahrzehnte und zählte zu den Mitgründern der Berliner Schaubühne.

Er arbeitete als Bühnenbildner mit Regisseuren wie Luc Bondy, Klaus Michael Grüber, Matthias Hartmann, Thomas Langhoff, Peter Stein und George Tabori und war u.a. am Staatstheater Stuttgart, am Schauspielhaus Bochum, am Schauspielhaus Zürich, am Burgtheater Wien, am Theatre Nanterre Amandiers und am Berliner Ensemble tätig. Vor allem mit Claus Peymann verband ihn eine enge Arbeitsbeziehung, während dessen Intendanz am Berliner Ensemble entwarf er die Bühnenbilder für zahlreiche Inszenierungen, u.a. "Untertagblues" (2004), "Die Jungfrau von Orleans" (2006), "Richard III" (2008), "Dantons Tod" (2012) sowie "Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße" (2016). Unter Peymanns Regie gestaltete er die Bühne für insgesamt 14 Inszenierungen von Stücken von Thomas Bernhard.

Von 1995 bis 2002 leitete er zusammen mit seiner Frau Ursel Herrmann die Klasse für Bühnenbild und Kostüme der Akademie der Bildenden Künste in München. Herrmann war Mitglied der Berliner Akademie der Künste.