Matthias Brandt kehrt auf die Theaterbühne zurück

Proben für "Mein Name sei Gantenbein" laufen

Die Proben für Max Frischs "Mein Name sei Gantenbein" laufen auch Hochtoruen, Premiere ist am 14. Januar im Großen Haus. Intendant Oliver Reese inszeniert Frischs letzten großen Roman in einer eigenen Bearbeitung als Monolog mit Matthias Brandt.

Brandt, der in den letzten Jahren in über 80 Filmen mitgewirkt hat und vielfach für seine Leistungen als Schauspieler und Sprecher ausgezeichnet wurde, kehrt mit "Mein Name sei Gantenbein" auf die Theaterbühne zurück und wird nach zwanzig Jahren erstmals wieder in einer Theaterinszenierung zu sehen sein.

"Mein Name sei Gantenbein" treibt Max Frischs Lebensfrage danach, wer wir sind und wer wir sein könnten, auf die Spitze – und gibt der Zweifelhaftigkeit des modernen Menschen und der Abwägung von Wirklichkeit und Möglichkeit gleichermaßen eine Stimme.

Bereits Mitte des Jahres beteiligte sich Matthias Brandt an der Lockdown-Filmreihe Stimmen aus einem leeren Theater, die Monologe im verwaisten Theaterraum des Berliner Ensembles vorstellte. Er widmete sich darin einer Rede von Max Frisch aus dem Jahr 1964 mit dem Titel "Der Autor und das Theater".

Matthias Brandt, geboren 1962, ist Schauspieler, Sprecher und Autor. Sieben Jahre lang übernahm er die Rolle des Hauptkommissars Hanns von Meuffels im Münchner Polizeiruf 110. 2016 erschien sein erstes Buch "Raumpatrouille", es folgte der Roman "Blackbird", die er beide bei Lesungen im Berliner Ensemble vorstellte. Anfang 2021 war er im Regie-Debüt von Bjarne Mädel "Sörensen hat Angst" zu sehen. Außerdem spielt er eine der Hauptrollen in der derzeit entstehenden Netflix-Serie "Cable Cash", die vom Wire-Card Skandal inspiriert ist.