Luis August Krawen
ist Regisseur, Medienkünstler und Filmemacher. In Berlin aufgewachsen, war er lange Mitglied des Jugendtheaters P14 an der Volksbühne. Am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen entdeckte er 3D-Animation als Werkzeug und arbeitet seither als visueller Künstler im Bereich Theater und Oper. Er gestaltete Videoarbeiten für Produktionen u.a. am Burgtheater Wien, Schauspielhaus Zürich, Teatro dell'Opera di Roma, Residenztheater München, Maxim-Gorki-Theater, Deutsches Theater und bei den Bayreuther Festspielen. Parallel dazu machte er noch einen Abschluss in Bühnenbild an der UdK. Erste eigene Arbeiten entstanden mit Pierrot Lunaire an der Staatsoper Hamburg sowie während einer mehrjährigen Residenz an den Münchner Kammerspielen, wo er für Nightcore erstmals als Regisseur arbeitete. Luis arbeitet an der Schwelle von Theater, Film und digitaler Kunst, thematisch zentral sind für ihn Klasse und Technologie, sowie ihre oft unsichtbaren Zusammenhänge.
Piotr Pacześniak
ist Theaterregisseur, Dramaturg und Drehbuchautor und lebt in Warschau, Polen. Er studierte Kunstgeschichte an der Universität Warschau und Regie an der Nationalen Akademie für Theaterkunst in Krakau. Als Regisseur und Dramaturg arbeitete er mit zahlreichen Theaterinstitutionen in Polen, darunter das Dramatische Theater Warschau, STUDIO teatrgaleria, das Polnische Theater in Posen, das Adam-Mickiewicz-Theater in Tschenstochau und das Neue Theater in Łódź, wo er mit "Eine Geschichte des polnischen Volkes" sein Regiedebüt gab. In seiner Arbeit reflektiert er die Situation seiner Generation im Kontext geopolitischer, wirtschaftlicher und identitätsbezogener Veränderungen. Ihn interessiert der Mensch als Individuum in familiären, sozialen und historischen Abhängigkeiten und die Frage, wie der Spätkapitalismus unsere Beziehungen zu Familie, Nation, Europa und zum anderen prägt.