"Ein Highlight der Saison"

Kritikenrundschau zu "Drei Schwestern"

Die Kritiken sind begeistert von unserer letzten großen Neuproduktion der Saison 2025/26 "Drei Schwestern": Die Süddeutsche Zeitung erkennt eine "Zeitenwende in der Tschechow-Rezeption", nachtkritik.de sah "Schauspiel der Extraklasse" und der Tagesspiegel einen Tschechow-Text, der "so gegenwartsdurchlässig klingt wie schon lange auf keiner Theaterbühne mehr." Hier finden Sie unsere Kritikenrundschau.

Redaktion | 24.04.26
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Zahlreiche Theaterkritiker:innen sind sich einig: In Mateja Koležniks BE-Inszenierung von Anton Tschechows "Drei Schwestern" – uraufgeführt im Jahr 1901 in Moskau – ist die momentane Weltlage allgegenwärtig und die Aktualität des Textes überraschend. "So viel Unbedingtheit und Verzweiflungsernst bei gleichzeitiger mentalzustandsgerechter Albernheit, so viel intrinsische Zeitgenossenschaft bei einem 1901 uraufgeführten Stoff? Keine Frage: Das BE hat hier den Tschechow für unsere Gegenwart auf die Bühne gebracht!" schreibt Christine Wahl im Tagesspiegel in ihrer Premierenkritik. 

Barbara Behrendt findet auf rbb24: "Doch die Kunst der Inszenierung liegt darin, wie neu, aktuell und anders der gute alte Tschechow, tausendfach gehört, hier klingt." Und auch Peter Zander in der Berliner Morgenpost resümiert: "Hier wird Tschechow konsequent gegen den Strich gebürstet. Ohne dass der Klassiker dabei ramponiert wird. Aber mit ihm lässt sich doch eine kraftvolle Allegorie schaffen auf die heutige Krisenzeit und die Angst und Ohnmacht angesichts des neuen allgegenwärtigen Säbelrasselns. Chapeau. Ein Highlight der Saison."

Vor allem das Schauspiel-Ensemble mit Lili Epply, Constanze Becker und Bettina Hoppe als die drei Schwestern Irina, Mascha und Olga im Zentrum der Inszenierung wird durchwegs gelobt: "Was den Abend auszeichnet ist jedoch, wie so oft, das Ensemble. Bettina Hoppe ist eine so deprimierend deprimierte Olga, die Ältere, die ja immer Foreshadowing in der eigenen Familie ist. Die große Schwester, groß, groß gespielt. Lili Epply verleiht der Jüngsten, Irina, neben Melancholie und dem ikonisch-lakonischen Ausruf 'Nach Moskau!', eine Präsenz, die bewundernswert ist. Constanze Becker macht Mascha, die Mittlere, zur Hauptfigur in einem Stück, in dem es diese eigentlich nicht gibt. Eine Ausnahmeschauspielerin, die Aufmerksamkeit zentriert, als wäre es nichts." (nachtkritik.de) Und Wolfgang Höbel schreibt im Spiegel: "Die drei Hauptrollen des Stücks hat sie [Mateja Koležnik] mit drei großartigen Schauspielerinnen besetzt."  

Daneben wird auch immer wieder die Komik erwähnt, die Regisseurin Mateja Koležnik aus Tschechows Text herausarbeitet: "Überhaupt gehört es zur großen Könnerschaft Mateja Koležniks, dass ihre bitteren Diagnosen nie larmoyant, sondern immer in aller Genauigkeit von sehr trockener Komik sind." (Süddeutsche Zeitung)

Fazit von Jakob Hayner in der Welt: "Das ist mit so viel Tempo und Genauigkeit inszeniert, hat Witz und Ernst gleichermaßen, dass zwei Stunden wie im Flug vergehen."