T-Boy ist ein trans Teenager, der die Konventionen der cis-schwulen Community auf der Dating-App Grindr navigiert. Konfrontiert mit einer Realität, die seinen Körper oft als nicht männlich wahrnimmt, begibt sich T-Boy auf eine turbulente Heldenreise mit Monolog, Gesang und Tanz. In einer Zeit, in der trans Körper und Lebensrealitäten verstärkt Gegenstand politischer Debatten und gesellschaftlicher Aushandlungen sind, eröffnet "T-Boy on Grindr" Räume, in denen trans sein weder Enthüllung noch Problem ist, sondern selbstverständlicher Teil von Begehren, Intimität und Gemeinschaft – und fragt danach, welche Normen diese Prozesse strukturieren. Wie können queere Menschen Spielräume eröffnen, um heteronormative Vorstellungen von Begehren und Körperwahrnehmung neu zu schreiben?
In seinem ersten Solo verbindet João d'Orey autofiktionales Erzählen mit Musik und Tanz in Zusammenarbeit mit der Schauspielerin Malaya Stern Takeda, die mit "T-Boy on Grindr" ihr Regiedebüt gibt. Die Show, die bereits in Bangkok, New York, Prag und Athen zu sehen war, bewegt sich zwischen digitaler Intimität und der Frage, wie queere und trans Körper in einem gesellschaftspolitischen und medizinischen Kontext wahrgenommen, wie sie begehrt und ausgegrenzt werden.
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
- Malaya Stern Takeda Regie
- João d’Orey Text
- Steven Fast Choreografie
- Ralph Heidel, João d’Orey Musik