Mutter Courage und ihre Kinder

Von Bertolt Brecht
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Gegen den Krieg sein – und doch von ihm leben. Verluste fürchten – und sie einkalkulieren. Bertolt Brechts Mutter Courage handelt vernünftig. Und gerät genau dadurch ins Unheil, denn der Krieg kennt keine Neutralität. Sie will sich durchschlagen – und hält den Krieg am Laufen. 

Die Welt steht in Flammen – und man hofft, dass es einen nicht betrifft. Dass man sich heraushalten kann. Dass die Geschäfte trotz allem weitergehen. Brecht schreibt "Mutter Courage und ihre Kinder" 1939 im Exil als Warnung vor der "Neutralität" angesichts des kommenden zweiten Weltkriegs. Und so schrieb er ein Stück über die, die versuchen, im Krieg zu bestehen, ohne an ihm zugrunde zu gehen: Die Händlerin Anna Fierling, genannt Mutter Courage, zieht mit ihrem Planwagen durch den Dreißigjährigen Krieg. Sie verkauft, was gebraucht wird, verhandelt Preise, kalkuliert Risiken. Der Krieg ist ihr Geschäft. Und ihr Risiko. Sie will ihn nicht, braucht ihn doch, verdient daran und trägt dazu bei, dass er nicht zu Ende geht. Sie will ihre Kinder schützen – und verliert sie gerade dadurch. Sie handelt vernünftig – und genau das wird ihr zum Verhängnis. Sie will überleben – und verstrickt sich doch. Alles hat seinen Preis. Und vielleicht liegt darin die Zumutung dieses Stücks: Dass man sich dem Krieg nicht entziehen kann, indem man sich in ihm einrichtet. Dass an ihm verdient wird – und bezahlt wird anderswo. 

Ulrich Rasche zählt zu den ästhetisch eigenwilligsten Regisseuren im deutschsprachigen Gegenwartstheater. Seine chorischen, von minutiöser Rhythmik und körperlicher Strenge geprägten Arbeiten wurden mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Am Berliner Ensemble inszeniert er nun zum ersten Mal Brecht. 

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