Zum 30. Geburtstag bringt Familie Flöz mit einer Uraufführung ihre international gefeierte Theaterkunst mit Masken ans Berliner Ensemble. Aus dem Nichts entstehen gleich drei kleine Universen, in denen die Flöz’schen Charaktere sich ihren Alltagssorgen widmen. Drei Geschichten, zusammengehalten von einer ebenso sprachlosen wie unfassbaren Erzählerin: Der Betreiber eines Späti in der Stadt, der sich getreu dem Motto "Ich koste ja nix" aufopfert für die Bedürfnisse seiner bunten Kundschaft. Doch er betreibt sein Geschäft nicht ohne Risiko. Stück für Stück kommt seine eigene Geschichte zum Vorschein. Die Krankheit der eigenen Mutter wirft den Sohn aus der Bahn. Das Krankenhaus wird zum Brennpunkt einer Identitätskrise. Eine junge Frau sucht Sinn im Leben in Einklang mit der Natur. Doch ihre scheinbare Idylle in einer abgelegenen Waldhütte birgt dunkle Geheimnisse. Drei Menschen stehen an Wendepunkten ihres Lebens. Sicher geglaubte Gewissheiten bröckeln. Abgründe tun sich auf. Wer wird sie retten?
Familie Flöz erzählt seit Jahrzehnten wortlose Geschichten, die das Große im Kleinen finden: im tragikomischen Scheitern liebevoll gezeichneter Figuren. Doch es gibt noch einen weiteren Kern in ihrem Schaffen – das Publikum. Denn erst die Imagination der Zuschauer:innen macht die Masken lebendig. Die oft gestellte Frage, wie dieses Leben entsteht, wird zu einer praktischen Versuchsanordnung.