Das Berliner Ensemble war in diesem Jahr mit gleich zwei Produktionen bei den Salzburger Festspielen zu erleben: Zum Auftakt des Festivals war im Rahmen der "Ouverture Spirituelle" am 20. Juli Oliver Reeses Inszenierung von Oscar Wildes "De Profundis" als Gastspiel eingeladen. Und eine Woche später hatte Peter Handkes "Schnee von gestern, Schnee von morgen" als Koproduktion des Berliner Ensembles mit den Salzburger Festpielen Uraufführung in der Inszenierung von Jossi Wieler.
Jens Harzers Wilde-Solo wurde im Salzburger Landestheater vom Publikum minutenlang mit Standing Ovations gefeiert. Es war das erste Mal, dass bei dieser Auftaktreihe eine Schauspielproduktion gezeigt wurde. Der Kurier schrieb über das Gastspiel: "Man muss lange nachdenken, welcher Theaterabend einen in seiner Simplizität und Intensität zuletzt so berührt hat - und findet vielleicht keine Antwort."
Am 27. Juli folgte die Uraufführung von "Schnee von gestern, Schnee von morgen" mit Marina Galic und Jens Harzer, ebenfalls im Salzburger Landestheater. Beim Applaus nach der Uraufführung gab es Standing Ovations für Peter Handke. Die Endproben der Inszenierung fanden bereits in Salzburg statt, zur Generalprobe reiste extra der Freundeskreis des Berliner Ensembles mit einer Gruppe aus Berlin an. Bis 5. August folgten sechs weitere Vorstellungen, die alle ausverkauft waren. Ab Ende August ist die Inszenierung im Repertoire des Berliner Ensembles zu sehen.
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