Die Jury des Friedrich-Luft-Preises 2026 zeichnet die Inszenierung von Anton Tschechows "Drei Schwestern" in der Regie von Mateja Koležnik als beste Inszenierung aus. Der Preis, benannt nach dem Berliner Theaterkritiker Friedrich Luft, wird seit 1992 verliehen, seit 2021 gemeinsam von Deutschlandfunk Kultur und der Berliner Morgenpost. Er würdigt die beste Berliner oder Potsdamer Theateraufführung, die von einer neunköpfigen Jury bestimmt wird, und ist mit 7500 Euro dotiert.
Die Berliner Morgenpost schreibt dazu: "Mit ihren 'Drei Schwestern' ist es Mateja Koležnik gelungen, Tschechows bürgerliche Dekadenz mit der Angst zu infizieren, die in unseren Tagen um sich greift – angesichts eines eskalierenden Kriegsgeschehens in europäischer Nachbarschaft, aber auch im Hinblick auf die Wahlergebnisse im eigenen Land. Ihre 'Drei Schwestern' sitzen nicht an einem Küchentisch in einer namenlosen Provinzstadt. Sie sitzen in unseren Wohnzimmern. Das ist es, was diesen von großen Schauspielerinnen und Schauspielern getragenen, atmosphärisch stimmigen Abend herausragend macht. Die Jury des Friedrich-Luft-Preises würdigt ihn mit der Auszeichnung für die beste Inszenierung 2025/26."