In dieser Ausgabe geht es um das Leben, den Tod und um die Frage, wie eng beides miteinander verbunden ist.
Michel Friedman und Alena Buyx sprechen darüber, dass das Sterben nicht erst im hohen Alter beginnt, sondern dass wir biologisch gesehen bereits ab etwa Anfang 30 altern und „anfangen zu sterben“. Doch wie viele Menschen der heutigen Gesellschaft sind sich über die eigene Endlichkeit bewusst? Alena Buyx glaubt, dass es einschneidende Erfahrungen wie der Verlust eines geliebten Menschen, Flucht, Krankheit oder andere schwere Lebensereignisse sind, die uns die Endlichkeit des Lebens vor Augen führen.
Zudem geht es um die Tabuisierung des Sprechens über den Tod. Es fehle ein Austausch, vielleicht auch weil der Tod nichts Privates, sondern eher etwas Medizinisches geworden sei. Viele Menschen sterben nicht mehr zu Hause, sondern in Institutionen wie Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. Der Tod hat sich zunehmend in das Gesundheitswesen verlagert und ist damit stärker privatisiert und professionalisiert worden, so Buyx.
Schließlich widmen sich die beiden der ethisch sensiblen Debatte um Sterbehilfe, moralische Rechtfertigungen von Suizid und die Frage nach Hilfe beim Suizid. Dabei geht es um Selbstbestimmung, Würde und die Verantwortung von Gesellschaft und Medizin.
Hören Sie hier das Gespräch vom 23. Februar 2026.