Im Zentrum des Gesprächs steht die Beobachtung, dass feministische Begriffe und Narrative heute in sehr unterschiedlichen politischen und kulturellen Kontexten auftauchen – von Popkultur und Social Media bis hin zu konservativen und rechten politischen Bewegungen. Dabei geht es auch um Frauen in politischen Führungspositionen im rechten Lager und die Frage, ob und wie diese sich auf feministische Argumente oder Rhetoriken beziehen. Die Runde diskutiert, wie sich der Begriff des Feminismus verändert hat, wer ihn heute für sich beansprucht und welche politischen und gesellschaftlichen Interessen dabei eine Rolle spielen.
Dabei werden ebenso Fragen der Deutungshoheit und öffentlichen Debattenkultur verhandelt wie die Rolle von Sprache, Ironie und Medien in feministischen Auseinandersetzungen. In einem offenen, streitbaren und zugleich humorvollen Austausch entsteht ein Gespräch, das die Widersprüche und Spannungen innerhalb feministischer Diskurse sichtbar macht, ohne dabei die Möglichkeit gemeinsamer politischer Perspektiven aus dem Blick zu verlieren.