Anton Tschechow schrieb 1901 mit "Drei Schwestern" ein Stück, das auch 125 Jahre später nicht an Aktualität einbüßt: Während die titelgebenden Schwestern Olga, Mascha und Irina ihren Wünschen und Sehnsüchten nachhängen, militarisiert sich die Welt. In Mateja Koležniks Inszenierung manifestiert sich dieser Faktor durch die Setzung, das Stück in einer Kaserne spielen zu lassen, in der die Schwestern immer auch von Soldaten umgeben sind.
Constanze Becker und Marina Galic spielen Mascha und Natascha, Schwester und Schwägerin, jede in ihrem Leben gefangen, durch Klassenunterschiede distanziert und doch Teil einer Familie. Im Be/Hind erzählen die beiden, was ihre Figuren bewegt, warum Anton Tschechows Frauenfiguren heutig sind und von der Zusammenarbeit mit Regisseurin Mateja Koležnik.
Video: Yannic Borchert, Schnitt: Emilan Tsubaki, Grafik: Lara Krämer, Redaktion/Interviews: Inke Johannsen