Im Fokus der Reihe "Friedman im Gespräch" stehen die existenziellen und politischen Themen der Gegenwart. Im Gespräch mit Gäst:innen aus Politik, Kunst und Wissenschaft sucht Autor, Publizist und Philosoph Michel Friedman regelmäßig die Auseinandersetzung. Intensiv, kontrovers, neugierig auf emanzipatorisches Potential und eindeutige Positionierungen.
In dieser Ausgabe spricht Michel Friedman mit Steffen Mau und Karin Prien über Deutschland: Was bleibt von einer Demokratie, wenn Wähler:innen sich nicht mehr für sie interessieren? Woher kommt die Gleichgültigkeit für die eigene Zukunft? Aus dem Gefühl, nicht betroffen zu sein – dass das Elend der anderen, die Ungerechtigkeiten, die Krisen, der Hass einen selbst schon nicht erreichen werden? Aus dem Unvermögen, sich vorzustellen, wie es ist, ein anderer zu sein? Aus Fatalismus? Oder aus Bequemlichkeit?
Steffen Mau ist Direktor am Max-Planck-Institut für Politik- und Sozialwissenschaft in Göttingen und Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er forscht zu Themen wie Ungleichheit, Transformation und Europa. Zu seinen jüngsten Büchern zählen "Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft" (2023, zusammen mit Thomas Lux und Linus Westheuser), "Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt" (2024) und "Der große Umbruch. Ein Gespräch über Krisen, Konflikte und Kompromisse" (2025, zusammen mit Ricarda Lang). Für seine Arbeiten wurde er u. a. mit dem Leibniz-Preis, dem Communicator-Preis der DFG und dem Bayrischen Buchpreis ausgezeichnet.
Karin Prien (*1965) ist Politikerin der CDU und seit 2025 Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Kabinett Merz. Davor war sie von 2017 bis 2025 Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein. Im Jahre 2022 war sie zudem Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Sie studierte Rechts- und Politikwissenschaften in Bonn und Amsterdam und war von 1994-2017 als selbstständige Rechtsanwältin tätig. Prien, deren Großväter Juden waren, versteht sich auch als "jüdische Ministerin", auch wenn sie selbst nicht religiös ist.
Hier finden Sie eine Übersicht über die bisherigen Ausgaben von "Friedman im Gespräch" zum Nachhören als Podcast.