Robert Wilson

Robert Wilson wurde 1941 in Waco, Texas, geboren und ist Regisseur, Theaterautor, Maler, Lichtdesigner, Bühnenbildner, Videokünstler und Architekt. Seine Bühnenarbeiten zeigen eine breite Vielfalt von Kunstformen einschließlich Tanz, Bewegung, Licht, Skulpturen, Musik und Text. Die von ihm erzeugten Bilder sind ästhetisch, oft stark abstrahiert und emotional aufgeladen.
Nach seiner Ausbildung an der University of Texas und dem Brooklyn’s Pratt Institute gründete Wilson 1960 das in New York verwurzelte Performance-Kollektiv „The Byrd Hoffman School of Byrds“ und entwickelte seine ersten charakteristischen und international erfolgreichen Arbeiten „Deafman Glance“ (1970) und „A Letter for Queen Victoria“ (1974-1975). Sein berühmtestes Werk ist die fünfstündige Inszenierung der Oper „Einstein on the Beach“ in Zusammenarbeit mit Philip Glass. Auch Meisterwerke wie Becketts und Krapps Last Tape, Brecht/Weills Dreigroschenoper, Debussys Pelléas et Melisande, Goethes Faust, Homers Odyssey, Jean de la Fontaines Fables, Puccinis Madama Butterfly, Verdis La Traviata and Sophokles Ödipus konnte er mit seiner Handschrift versehen.
Seine Produktionen ernteten weltweite Anerkennung von Publikum und Kritikern. Er wurde durch zahlreiche Auszeichnungen geehrt wie unter anderem eine Nominierung für den Pulitzer-Preis, den Golden Lion oft the Venice Biennale und das Bundesverdienstkreuz (2014). Er ist Gründer und Künstlerischer Leiter der Kunststiftung The Watermill Center in New York.