BERLIN 3000

Eine Denkreihe über erdachte und reale Räume, Theater und Städte

Das Theater ist ein Raum, architektonisch, sozial und gesellschaftlich definiert. Ein Raum, in dem Kunst – zumindest Kultur – stattfindet. Die Stadt ist wiederum ein Ort, der kulturelle, soziale, architektonische Räume schafft – unter anderem auch – das Theater. Das Stadttheater. Menschen und Räume wirken wechselseitig aufeinander ein. So sehr der (physische) Raum für den Mensch einen Handlungsrahmen darstellt, so sehr ist der Raum selbst auch sozial konstruiert: Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen von Raum und nutzen ihn sehr verschieden.

Um dieses Wechselverhältnis von Mensch und Raum geht es in unserer Reihe zur Architektur. Immer bezogen auf unser Medium, das Theater, interessieren uns Aspekte, wie Raumproduktion, Raumsoziologie, Raumwahrnehmung, Raumaneignung – und Nutzung, Bleibestrategien und Verdrängungsmechanismen. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Vorträgen und Gesprächen an wechselnden Orten sollen Themen und Fragen aufgeworfen werden, wie die zur Zukunft des öffentlichen Raums, wie die zur Zukunft von Metropolen oder nach den Auswirkungen des digitalen Raums auf unser Leben.

Kuratiert von Markus Penell (O&O Baukunst), Sabrina Zwach und Valerie Göhring.

 

15.6.2018, 17.00 Uhr, Treffpunkt Kassenfoyer:
Der Fall Bertolt-Brecht-Platz

Wir laden zu einer gepflegten Partie Boccia, einem Glas Wein und zum spielerischen Diskurs über die öffentlichen Räume und Plätze in Berlin ein. Wir befragen bei einer ruhigen Kugel Berlin als Stadt der Plätze. Wir schimpfen über hässliche, falsch ausgedachte und plattgefließte Plätze, menschenleere Flächen und traurige unbepflanzte Orte. Wir fragen, was das Theater kann und laden auf einen Platz ein, an dem ein altes Theater steht und Touristen tagein, tagaus entlang flanieren, und möchten über Plätze und Räume in Berlin sprechen, sie neu deuten und herausfinden, warum alles so ist wie es ist.
Der Eintritt ist frei!

In Kooperation mit dem Make City Festival für Architektur und Andersmachen.

 

12.12.2017, 20.00 Uhr Großer Salon:
Charles Landry, make Berlin sexy again!

Berlin soll auch zukünftig erfolgreich und lebenswert sein und muss deshalb kreatives Potenzial ausbilden und halten. Charles Landry beschäftigt sich seit 40 Jahren mit dieser Aufgabenstellung, gilt global als Erneuerer und Erfinder von Stadtkonzepten und ist international als Berater für Stadtentwicklung tätig. Seine 1978 gegründete Agentur Comedia berät weltweit Städte und hat bis heute ca. 450 Projekte in 35 Ländern realisiert. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt dabei in der Revitalisierung von Stadtgebieten durch Kultur. Charles Landry wird einen einmaligen Einblick in seine Arbeit und aktuelle Fragestellungen geben.

Mit Charles Landry

 

14.11.2017, 20.00 Uhr Großer Salon:
Berlin schrumpft!

Berlin, Wiedervereinigungsstadt, Modestadt, Techno-Metropole, Inbegriff der gesellschaftlichen Gegensätze, schrumpft. Berlin droht plötzlich fertig zu werden. Berlin droht homogen und überschaubar zu werden. Berlin schrumpft! Welche Art von echtem oder falschem Stadt-Schauspiel erleben wir derzeit? Wie halten wir jetzt die Stadt in Bewegung? Und was kann das Theater?

Mit Martin Rein-Cano (Aga-Khan Preisträger), Daniel Bormann (Placemaker) und Bernd Stegemann (Dramaturg und Autor)

Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin
Kontakt & Anfahrt

Theaterkasse

+49 30 284 08 155
theaterkasse@berliner-ensemble.de

Der Vorverkauf für alle Vorstellungen bis 14. Juli 2024 läuft. Unsere Theaterkasse hat montags bis samstags von 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr für Sie geöffnet.