Der Tod ist gross

Nach ausgewählten Vorstellungen von Ferdinand von Schirachs neuem Stück "Gott", das die Debatte um den ärztlich assistierten Suizid zum Thema hat, finden diese Spielzeit Publikumsgespräche mit wechselnden Expert*innen aus Medizin, Religion, Philosophie und Recht statt. Das Theater als Diskursraum, das Ferdinand von Schirach seit seinem letzten Stück "Terror" und nun mit "Gott" verfolgt, wird so über den Inszenierungsraum hinaus erweitert.

Alle Gespräche werden im Livestream auf "BE at home" übertragen und im Anschluss hier gezeigt. Über die Livestreams können Sie von Zuhause kostenlos die Gespräche verfolgen und per Chat live selbst Fragen an das Podium im Saal stellen. 

Die Gespräche werden von Shelly Kupferberg moderiert.

 

Nächste Termine:

Der Tod ist gross #2
mit Michel de Ridder, Frank Ulrich Montgomery und Oliver Reese
Samstag 26.9.2020, im Anschluss an die Vorstellung
Grosses Haus

Der Palliativmediziner Michael de Ridder, der ein Hospiz in Tempelhof gegründet hat und wiederholt Sterbehilfe leistet, spricht mit dem ehemaligen Präsidenten der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery, der die Sterbehilfe als ärztliche Leistung ablehnt. Sie streiten über die Frage, inwieweit Suizidassistenz zu dem Angebot ärztlichen Handelns gehört und welche Aufgabe Ärztinnen und Ärzten beim Sterben von Patientinnen und Patienten zukommt. Wie kommt ein Arzt, eine Ärztin zu einer Gewissensentscheidung?

 

Der Tod ist gross #3
mit Peter Dabrock und Bettina Schöne-Seifert
Freitag, 30.10.2020, im Anschluss an die Vorstellung
Grosses Haus

Der Tod ist gross #4
mit Reinhard Merkel und Ulrike Kostka
Samstag, 31.10.2020, im Anschluss an die Vorstellung
Grosses Haus

 

Aufzeichnungen früherer Gespräche

 

Der Tod ist groß #1

Zum Auftakt der Gesprächsreihe sprach Moderatorin Shelly Kupferberg am 13. September 2020 im Anschluss an die Vorstellung mit Philosophin Svenja Flaßpöhler, Regisseur Oliver Reese und Medizinethikerin Christiane Woopen, die dem Deutschen Ethikrat lange als Vorsitzende vorstand, über die ethischen Abwägungen und Voraussetzungen des selbstbestimmten Sterbens. Sie problematisieren die Größen des freien Willens und der Selbstbestimmtheit, die als unanfechtbare Voraussetzungen für den assistierten Suizid  gelten, und erklären, wie der Deutsche Ethikrat arbeitet und agiert.