Gott

von Ferdinand von Schirach

Etwas Geduld

Weitere Termine folgen bald.

Großes Haus
Premiere
#BEgott

Wenn ein Mensch im Deutschland des Jahres 2019 sein Leben selbstbestimmt beenden möchte, stößt er mit diesem Wunsch an die Grenzen der Legalität und der Moral. Ein vor dem biologischen Tod herbeigeführtes oder auch nur herbeigewünschtes Ende des Lebens löst eine Vielzahl von Abwehrreaktionen und Argumenten des Widerspruchs aus und nur in den seltensten Fällen Verständnis und Unterstützung – trotz schwindendem Einfluss der Kirche und progressiven Hospiz- und Sterbehilfebewegungen. Das Leben selbst bestimmt zu beenden ist eine Provokation für die Welt, die man zu verlassen gedenkt. Die einzige schnelle und rechtlich ab gesicherte Lösung heißt nach wie vor: das Ausland. Die seit Jahrzehnten leidenschaftlich und kontrovers geführten Debatten rund um selbstbestimmtes Sterben und Sterbehilfe, treffen in das Herz menschlicher Existenz, arbeiten sie sich doch unermüdlich an den Idealen menschlicher Autonomie, Würde und Freiheit ab – und werden diese doch immer wieder im Zuge der Debatten fundamental in Frage gestellt.

Ferdinand von Schirach ist Jurist und Autor. Sein Erfolgsstück "Terror", das Oliver Reese 2015 am Schauspiel Frankfurt zur Uraufführung brachte, setzte sein Publikum einem moralischen Grundsatzkonflikt im Zuge einer Flugzeugentführung aus und ließ es schließlich über den Ausgang dieses Konflikts selbst entscheiden. Die ARD verfilmte den Stoff prominent. Ferdinand von Schirach stellt sich mit seinem neuen Stück "Gott" erneut einer Grundsatzdebatte unserer Zeit. Das Berliner  Ensemble wird die Uraufführung mit einem inhaltlich angebundenen Themenschwerpunkt rahmen.

Die Uraufführung von "Gott" am 25.4.2020 findet zeitgleich auch am Düsseldorfer Schauspielhaus statt.

Besetzung & Regieteam

"Gott" entsteht im Rahmen der Exzellenzreihe, gefördert durch die

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