Lehrer:innen-Fortbildung #8
"MEHR ALS WORTE"
Wir bieten am Mi, 8.7. 16:30-18:30 Uhr die letzte Fortbildung der Spielzeit zum Thema Mehr als Worte – Kommunikation, Körpersprache und Mehrsprachigkeit im theaterpädagogischen Kontext an:
Wir kommunizieren jeden Tag auf vielfältige Weise: mit Worten, über unsere Körpersprache, durch Stimme, Mimik, Gestik, Musik, Bilder oder Zeichen. Dennoch wird Kommunikation im schulischen Alltag häufig auf das Verbale reduziert. Dabei geraten die zahlreichen Ausdrucksmöglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, leicht aus dem Blick.
In dieser theaterpädagogischen Fortbildung erkunden wir unterschiedliche Formen der Kommunikation und des Ausdrucks. Durch praktische Übungen und spielerische Methoden erproben wir Kommunikationsformen, bei denen gesprochene Sprache bewusst in den Hintergrund tritt oder auf ein Minimum reduziert wird. Gleichzeitig entdecken wir Wege, die sprachliche Vielfalt einer Gruppe sichtbar und erlebbar zu machen.
Die vorgestellten Übungen sind flexibel einsetzbar und eignen sich insbesondere für heterogene Lerngruppen – unabhängig von den Sprachkenntnissen der Teilnehmenden. Sie können unter anderem im Fremdsprachenunterricht, in internationalen Austauschprojekten oder in mehrsprachigen Klassenkontexten angewendet werden.
Darüber hinaus lädt die Fortbildung dazu ein, die Freude am Kommunizieren und am spielerischen Umgang mit Sprache und Nicht-Sprache neu zu entdecken. Theaterpädagogische Methoden können dazu beitragen, Hemmungen und die Angst vor sprachlichen Fehlern abzubauen. Wenn Kommunikation und Begegnung im Mittelpunkt stehen, entsteht oft mehr Mut, sich auszuprobieren, ins Gespräch zu kommen und Sprache aktiv zu nutzen.
Die Fortbildung bietet praxisnahe Impulse, die unmittelbar in unterschiedlichen pädagogischen Kontexten eingesetzt werden können, und eröffnet neue Perspektiven auf Kommunikation, Mehrsprachigkeit und gemeinsames Lernen.
Bei Interesse können Sie nach der Fortbildung die Vorstellung von „Ellen Babic“ anschauen. Die Karte kostet für Sie als Lehrer:in 9€.
Anmeldungen mit Angabe, ob Interesse am Vorstellungsbesuch besteht per Mail über einblicke@berliner-ensemble.de.
Am Mi, 8.7. 16.30-18.30 UHR
Bisherige Fortbildungen:
Fortbildung #7: „Forum Theater“
Wie lässt sich politische Reflexion ohne endlose Diskussionen anstoßen? Wie können Schüler:innen, die sich in Gesprächen eher zurückhalten, dennoch aktiv und wirksam mitgestalten? Das Forumtheater nach Augusto Boal bietet hierfür einen kraftvollen und kreativen Zugang: Es nutzt Körpersprache, Gestik und szenisches Spiel, um Machtstrukturen, soziale Ungleichheiten und Handlungsmöglichkeiten sichtbar und verhandelbar zu machen. Diese Themen finden sich als universale soziale und politische Muster in der Literatur, Politik, Geschichte und in der eigenen Lebenswelt wieder und können somit fächerübergreifend behandelt werden. Aufgrund der hohen Nachfrage wird der Workshop erneut angeboten.
Fortbildung #6: „Biografisches Theater im Unterricht“
Unsere sechste Fortbildung eröffnete methodische Wege, biografisches Theater mit Schüler*innen zu gestalten. Im spielerischen Prozess wurde erprobt, wie eigene Geschichten, Träume und Konflikte in szenische Formen übersetzt werden können. Aus einem spielerischen Zuhören und Mitteilen entwickelte sich ein heterobiografischer Gruppenprozess, in dem sich unterschiedliche Lebensgeschichten begegneten, miteinander verwoben und aufeinander reagierten.
Fortbildung #5: "Texte lebendig machen"
Anknüpfend an unsere Fortbildung #3 fand am Sa, 29.11. von 15-18 Uhr die erste Fortbildung der Spielzeit 2025/26 statt. Diese praxisorientierte Fortbildung richtete sich an Lehrkräfte, die Texte durch Theaterspielen erlebbar machen möchten. Im Fokus stand die Frage, wie moderne Klassiker durch szenische Arbeit für junge Menschen zugänglich und ansprechend gestaltet werden können. Zu den behandelten Methoden gehörten: •Spielerische Zugänge zu dramatischen Texten Bertolt Brechts / (u.a. aus Theaterstücken Bertolt Brechts) • Improvisationen zu literarischen Motiven • Kollektive Textinszenierung
Fortbildung #4: "Forumtheater in der Schule - Körper, Konflikte, Kommunikation"
Am Sa, 19.7.2025 von 14-18 Uhr fand unsere vierte Fortbildung für Lehrer:innen statt. Wie lässt sich politische Reflexion ohne endlose Diskussionen anstoßen? Wie können Schüler:innen, die sich in Gesprächen eher zurückhalten, dennoch aktiv und wirksam mitgestalten? Das Forumtheater nach Augusto Boal bietet hierfür einen kraftvollen und kreativen Zugang: Es nutzt Körpersprache, Gestik und szenisches Spiel, um Machtstrukturen, soziale Ungleichheiten und Handlungsmöglichkeiten sichtbar und verhandelbar zu machen. Diese Themen finden sich als universale soziale und politische Muster in der Literatur, Politik, Geschichte und in der eigenen Lebenswelt wieder und können somit fächerübergreifend behandelt werden. In diesem 4-stündigen Fortbildungs-Workshop behandelten wir Grundlagen und Methoden des Theaters der Unterdrückten, Einblicke in das Bildertheater (Kommunikation über Körpersprache statt Worte) und wie sich Themen wie Macht und Unterdrückung unabhängig vom Fach kreativ und schüler:innenzentriert im Unterricht bearbeiten lassen.
Fortbildung #3: Worte werden Bühne - Spielerische Zugänge zu Texten
Unsere dritte Fortbildung fand am Mo, 5.5. von 17.00-19.00 Uhr zum Thema "Worte werden Bühne - Spielerische Zugänge zu Texten" statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie klassische und moderne Literatur durch szenische Arbeit für junge Menschen zugänglich und ansprechend gestaltet werden kann. Die Theaterpädagogik bietet einen körperlichen, emotionalen und kreativen Zugang zu Literatur. Indem Texte spielerisch erschlossen werden, entstehen persönliche Bezüge und ein tieferes Textverständnis – die Literatur spricht im Spiel direkt zu den Jugendlichen und junge Menschen können sich Texte spielend zu eigen machen.
Fortbildung #2: Dystopien und digitale Welten
Zum Thema "Dystopien und digitale Welten" fand am Sa, 15.2.2025 von 14.30-18.30 Uhr unsere zweite Fortbildung in der Spielzeit 2024/25 statt. Virtuelle Räume und neue Medien bereichern zunehmend unseren Alltag. Gleichzeitig stehen sie in einer Wechselbeziehung mit politisch und ökologisch instabilen Zeiten. Zwischen individueller Selbstdarstellung und totalitärer Überwachung verläuft manchmal nur ein schmaler Grat. Wie bildet das Theater diese Wirklichkeiten ab? Welche darstellerischen Formen ermöglichen eine Auseinandersetzung mit der digitalisierten Realität, in der sich Schüler:innen täglich bewegen? Wo bleibt dabei die Verortung des eigenen Körpers? Am Beispiel gegenwärtiger Stücke im Spielplan des Berliner Ensembles erprobten wir Formate des performativen und experimentellen politischen Theaters.
Fortbildung #1: Gender*s On Stage
Die erste Fortbildung für Lehrer:innen in der Spielzeit 2024/25 fand am Fr, 29.11.2024 von 17-19 Uhr statt und widmete sich dem Thema "Gender*s on Stage - Politische Themen spielerisch erforschen". Wie können gesellschaftspolitische Themen spielerisch und theatral im Unterricht behandelt werden? Wie können komplexe Inhalte von unterschiedlichen Seiten aus betrachtet und erfahrbar gemacht werden? Wir fokussierten uns auf theaterpädagogische Herangehensweisen an gesellschaftspolitische Themen und deren praktische Umsetzung. Gemeinsam erprobten wir spielerische Austauschformate und thematische Zugänge mittels Szenenaufgaben und Szenenkollagen für den Unterricht.