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Worum geht's hier wirklich? Um den Traum der großen Model-Karriere? Wer wird denn schon so naiv sein. Aber wer bestimmt eigentlich, wer hier welchen Traum träumen darf und welchen nicht? Regisseurin und Autorin Fritzi Wartenberg lädt weitere Autor:innen und das Schauspielensemble ein, sich mit einem der größten Popkultur-Phänomene Deutschlands auseinanderzusetzen: dem Märchen vom internationalen Model-Durchbruch.
Diese Show handelt nicht vom Model-Business, sie tut nur so. Das Märchen vom internationalen Model-Durchbruch gilt nunmehr seit 20 Jahren als eines der größten Popkultur-Phänomene Deutschlands – eine Erfolgsgeschichte! Und das, obwohl die Vorwürfe kein Geheimnis sind: Sexistisch und diskriminierend sei das Ganze und produziere stereotype Weiblichkeitsbilder, unrealistische Körperideale und "Zickenkrieg". Und trotzdem: Die Anzahl der Fans hält sich, wenn auch leicht gesunken, im Höchstbereich. Warum können wir uns offenbar nicht sattsehen am Kampf darum, die EINE – oder mittlerweile auch der EINE – zu sein: Spieglein, Spieglein an der Wand?! Welche Bedürfnisse werden hier gestillt – bei Jung und Alt, bei rechts und links, quer durch alle Bildungsschichten? Welche Rolle spielt Diversität in dieser Bewertungslogik? Und wenn wir mal einen Moment davon ausgehen, dass der Modeltraum der Kandidat:innen lange nicht so naiv ist, wie wir vielleicht gern glauben mögen – worauf zielen sie dann ab?
Regisseurin und Autorin Fritzi Wartenberg lädt vier weitere Autor:innen und das Schauspielensemble ein, sich damit auseinanderzusetzen, wer hier welchen Traum träumen darf und welchen nicht – und wechselt die Blickrichtung: Was ist das für eine Art patriarchales Stockholm-Syndrom, das uns, die wir zuschauenderweise mitmachen, da befällt? Und wenn die ganze Märchenkulisse abgeräumt ist: Wie geht es nach dem Aufwachen eigentlich weiter?
- Fritzi Wartenberg Regie
- Sibylle Baschung Dramaturgie