Selbstbezichtigung

von Peter Handke
Mo 01.01.
20:00 Uhr
Do 04.01.
20:00 Uhr
Di 16.01.
20:00 Uhr
Kleines Haus
1 Std
Keine Pause
#BEselbstbezichtigung

"Ich bin geboren worden. Ich bin in das Geburtenregister eingetragen worden. Ich bin älter geworden." Was so unschuldig beginnt, ändert sich plötzlich: "Ich bin verantwortlich geworden. Ich bin schuldig geworden." Ein Start in die Auseinandersetzung mit höheren und niedrigeren Ordnungsmächten. Handkes teils vergnügliche, teils bittere Sprachkritik entstand vor 50 Jahren im Kontext von sprechenden Titeln wie Hilferufe, Weissagung und, berühmterweise, Publikumsbeschimpfung. Spielerisch schickt Peter Handke seine/n Sprecher/in zur Beichte und nötigt ihm oder ihr eine Selbstbezichtigung ab, wie totalitäre Regime sie ihren Sünder/innen abnehmen. Damit zeigt er etwa die Nähe von Katholizismus und Kommunismus auf und diskutiert die bigotten gesellschaftlichen Schuldbegriffe, bis hin zum eigenen Medium: "Gegen welche Gesetze des Theaters habe ich mich vergangen?" Diese Beichte kann im Theater nur das Publikum abnehmen.

Eine Produktion des Volkstheater Wien.

Besetzung & Regieteam

  • Regie und Bühne: Dušan David Pařízek
  • Kostüme: Kamila Polívková
  • Licht: Stefan Pfeistlinger
  • Dramaturgie: Roland Koberg
4 Pressestimmen

"Reinsperger schont sich nicht, niemals. Sie veräußert sich, gibt alles, was sie hat – und sie scheint unendlich viel zu haben. Sie lacht und sie weint, sie kann auf Hochdeutsch und auf Wienerisch, kann ganz klein und ganz groß spielen (wobei: ganz groß ist ihr schon lieber), und wenn es bei Handke um sprachliche Plattitüden geht, dann switcht sie auch schnell in den hohlen Pathos, das kann sie natürlich auch. Eine Aufführung wie ein Best-of-Album."

Süddeutsche Zeitung

"Die Inszenierung hält der Radikalität des Textes stand, vor allem dank dieser Sprechkönigin, die Worte wie unsichere Gebiete abtastet. (…) Den Kampf mit der Gleichförmigkeit der Satzstellungen hat sie hier eindeutig gewonnen. Man kann ihr in dieser Mischung aus Selbstgeißelung und Wutausbruch nicht nicht folgen. Reinsperger ist ein Magnet, ein Wundergeschöpf aus Selbstermächtigung, Hingabe, Gerissenheit, Witz und Akkuratesse; sie trägt den Titel 'Schauspielerin des Jahres' mehr als zurecht."

Der Standard

"Eine faszinierende, virtuos gespielte und auch sehr witzige Theaterstunde."

Kurier

"Was für eine tolle, umwerfende Schauspielerin. Was für ein schöner, kluger, lustiger Theaterabend!"

tip Berlin