Mateja Koležnik verlegt das Setting ihrer Inszenierung von Anton Tschechows "Drei Schwestern" in eine Kaserne, das Militär sitzt mit am Küchentisch, die Soldaten spielen Karten, tragen schwere Waffenkisten oder feiern, während die Schwestern Olga, Mascha und Irina über ihre Schicksale und Lebensentscheidungen debattieren. Klaus Grünberg hat mit seiner Bühne verschiedene Räume geschaffen, die die Gleichzeitigkeit dieser Zustände und emotionaler Zwiespälte anschaulich verdeutlichen.
Was das Publikum jedoch nicht mitbekommt, sind die Abläufe, die hinter den Stellwänden, Räumen und Vorhängen stattfinden: Eine Gruppe Statisten bereitet sich immer wieder auf ihre Auftritte vor, die Ensemblemitglieder positionieren sich nach jedem Abtritt für den nächsten Auftritt an anderer Stellen, wechseln Kostüme, Perücken und Requisiten. Um Ihnen diese Theatermomente nicht vorzuenthalten, hat sich Fotograf Moritz Haase während einer Vorstellung Backstage für Sie umgesehen.