Literarischer Abend: Literatur im Dialog mit der Geschichte

Was geschieht, wenn Reden aus der frühen Geschichte der Bundesrepublik wieder auf einer Theaterbühne erklingen? Zum 75. Jubiläum des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft bringen Schauspieler:innen des Berliner Ensembles historische Texte zurück in die Gegenwart. Sie verhandeln grundlegende Fragen zum Verhältnis von Kunst, Gesellschaft und Wirtschaft, die bis heute nichts von ihrer Brisanz verloren haben. Hier erfahren Sie mehr über den Kulturkreis. 

Anna Langhans | 22.09.26
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin
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Theaterkasse

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Der reguläre Vorverkauf für Vorstellungen vom 9. November bis 6. Dezember sowie Weihnachten und Silvester startet am 5. Oktober! Unsere Theaterkasse hat montags bis samstags von 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr für Sie geöffnet. Ihre Karten können Sie zudem rund um die Uhr bequem über die BE-App buchen.

1956 spricht Theodor Heuss über die Kunst seiner Gegenwart und die Auseinandersetzungen um moderne und abstrakte Positionen. Im selben Jahr fragt Gustav Stein in "Mut zum Auftrag" nach dem Verhältnis zwischen Künstler:innen und Auftraggeber:innen sowie nach der Verantwortung der Wirtschaft. Jürgen Ponto verteidigt 1973 die Freiheit der Kunst gegen politische Vereinnahmung und gesellschaftliche Verengung. Wie unabhängig kann Kunst sein? Wer ermöglicht sie? Und welchen Einfluss nehmen Politik, Markt und gesellschaftliche Erwartungen auf künstlerische Arbeit?


Unter dem Titel "Das Wort kreisen lassen" gehört die Bühne anschließend sechs Autor:innen, die zwischen 2009 und 2023 mit dem Literaturpreis der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet wurden: Tilman Rammstedt, Nora Gomringer, Judith Zander, Ulrike Almut Sandig, Enis Maci und Lukas Rietzschel. Mit eigenen Texten gestalten sie eine offene literarische Begegnung verschiedener Generationen, Schreibweisen und Perspektiven.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft wurde 1951 gegründet und bringt seither Menschen aus Kunst und Wirtschaft zusammen. Der von Unternehmen und Unternehmer:innen getragene Verein fördert junge Künstler:innen aus Architektur, Bildender Kunst, Literatur und Musik häufig zu einem Zeitpunkt, an dem ihre weiteren Wege noch offen sind. Zu den früher Ausgezeichneten zählen Heinrich Böll, Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Günter Grass, Marina Abramović und Wolfgang Tillmans.
Der literarische Abend macht diese Geschichte zum Ausgangspunkt für eine Frage, die über das Jubiläum des Kulturkreises hinausweist: Was braucht eine Gesellschaft, damit Kunst frei entstehen kann, und wer übernimmt dafür Verantwortung?

 

Über den Kulturkreis der deutschen Wirtschaft

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft wurde 1951 gegründet und ist die traditionsreichste Institution für unternehmerische Kulturförderung in Deutschland. Als unabhängiges Netzwerk engagierter Unternehmen setzt er sich für Kunstfreiheit als zentrale Säule der Demokratie ein. Im Zentrum seiner Arbeit steht seit über 70 Jahren die Förderung von Nachwuchstalenten in den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Literatur und Musik. Dank Mitgliedsbeiträgen und Spenden konnte der Kulturkreis bereits zahlreiche Kunstschaffende zu Beginn ihrer Karriere unterstützen. Neben den oben genannten literarischen Größen zählen dazu herausragende Persönlichkeiten wie Georg Baselitz, Sabine Meyer, Katharina Sieverding, Tabea Zimmermann, Rosemarie Trockel, Candida Höfer und Thomas Demand.

 

Über den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft

Seit 1953 zeichnet der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft herausragende Talente der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur aus. Der gattungsübergreifende Literaturpreis der deutschen Wirtschaft ist mit 20.000 Euro dotiert und wird jährlich an Autor:innen unter 45 Jahren verliehen, deren Werke durch hohe literarische Qualität überzeugen. Zu den Preisträger:innen, die der Kulturkreis schon frühzeitig gefördert hat, zählen Heinrich Böll, Ingeborg Bachmann, Paul Celan, Günter Grass, Nelly Sachs, Robert Menasse und Daniel Kehlmann. Zu den jüngeren Preisträger:innen zählen Dorothee Elmiger, Lukas Rietzschel, Dana Vowinckel und Marius Goldhorn.