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Im Rahmen der Berlin Art Week inszenieren Ersan Mondtag und Nadim Samman unter dem Titel "Alternde Meister" vom 11. bis 13. September einen Dialog zwischen 25 Performer:innen und der Sammlung der Gemäldegalerie. In einem begehbaren Tableau vivant begegnen die Bildwelten der Alten Meister den Körpern und Biographien der Gegenwart. Zu den Mitwirkenden zählen Schauspieler:innen, Künstler:innen, Sänger:innen und Tänzer:innen verschiedener Generationen, darunter die BE-Ensemblemitglieder Amal Keller, Paul Herwig und Jannik Mühlenweg sowie u.a. Frank Büttner, Eva-Maria Keller, Sema Poyraz, WestBam und Louis Hofmann.
GEMÄLDEGALERIE, KULTURFORUM BERLIN
Ermäßigte Tickets mit der Berlin Art Week Guest Card an der Abendkasse (nur Barzahlung) erworben werden.
Für einen Besuch der Performance am 12. und 13. September buchen Sie bitte ein Ticket über die Website oder Tageskasse der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin.
Eine Koproduktion des Berliner Ensembles mit der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin
Die Gemäldegalerie bewahrt zahlreiche Werke, die sich mit Sterblichkeit und Verwandlung auseinandersetzen. Zugleich ist sie selbst ein Ort des Bewahrens gegen den Verfall. Alternde Meister verbindet die mythische Zeit religiöser und allegorischer Bildwelten mit der gelebten Zeit von Künstler:innen und ihren Laufbahnen.
Die Performer:innen werden zugleich zu Spiegeln einer Stadt, die vom ständigen Wandel zwischen Erneuerung und Erinnerung geprägt ist. Die Performance wiederholt sich während der Aufführungen in einem 30-minütigen Zyklus. Die Besuchenden können jederzeit einsteigen, einzelnen Performer:innen folgen und frei zwischen den Räumen wechseln.
Die Dramaturgie orientiert sich an Lucas Cranachs d. Ä. Gemälde "Der Jungbrunnen" (1546), einer Auseinandersetzung mit Alter und Vergänglichkeit. Wie im Gemälde stehen Verwandlung, Ankleiden und gemeinschaftliche Begegnung im Zentrum. Doch „Alternde Meister“ verschiebt den Fokus: Nicht die Wiederherstellung ewiger Jugend, sondern die Sichtbarkeit gelebter Zeit wird zum Ausgangspunkt der Performance. Die Besucher:innen sind eingeladen, die Darsteller:innen mit derselben Aufmerksamkeit zu betrachten wie die Gemälde der Sammlung. Die Performance lenkt den Blick auf Körper und legt nahe, Falten, Narben, Erschöpfung und Verletzlichkeit als Zeugnisse gelebten Lebens zu lesen.
- Ersan Mondtag, Nadim Samman Regie
- Franziska Isabella Niehaus Produktionsleitung
- Antonia Hänsch Mitarbeit