Phantom

von Dieudonné Niangouna
Aus dem Französischen von Isolde Schmitt

Etwas Geduld

Weitere Termine folgen bald.

Kleines Haus
2 Std
Keine Pause
Premiere
#BEphantom

Eines regnerischen Morgens klopft ein alter Mann an die Tür einer deutschen Familie im Schwarzwald. Mit ihm tritt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch ein anderer Kontinent ein: Der Besuch des Mannes, der Martha und ihre Geschwister aus Afrika zu kennen behauptet, spült längst Vergessenes, Verdrängtes und Verschwiegenes an die Oberfläche und stellt die Identität jedes Einzelnen radikal in Frage.

Der Autor, Regisseur und Schauspieler Dieudonné Niangouna ist für seine bildstarke und wortgewaltige Theatersprache bekannt. 1997 gründeten er und Criss Niangouna in Kongo Brazzaville ihre eigene Theatergruppe, seit 2009 sind seine Arbeiten auch regelmäßig in Europa zu sehen. Für seine erste Arbeit in Berlin hat er für Schauspieler des Berliner Ensembles einen neuen Text geschrieben.

 

Besetzung & Regieteam

  • Regie und Bühne: Dieudonné Niangouna
  • Kostüme: Alvie Bitémo
  • Komposition: Pierre Lambla, Armel Malonga
  • Video: Sean Hart
  • Übersetzung und Dolmetschen: Isolde Schmitt
  • Dramaturgie: Katja Hagedorn
 

Interview mit Dieudonné Niangouna

 

Gazettengeraune

"Der ganze Abend ist irritierend, weil er anders ist, als wir es gewöhnt sind. Aber gerade diese Irritation, gerade zu sehen, dass Darstellerinnen wie Bettina Hoppe oder Josefin Platt, ganz ungewöhnliche Gesten, ungewöhnliche Sprachformen wählen, was manchmal befremdlich wirkt, setzt etwas frei. Das ist ein spannender und interessanter Theaterabend."

Deutschlandfunk Kultur

"Niangouna bedient sich ästhetischer Instrumente, mit denen er das Ghetto des postmigrantischen Theaters, Kulturmoden der Black Community hinter sich lässt. Insofern ist 'Phantom' ein Erfolg."

Tagesspiegel

"Das Erstaunliche an 'Phantom' ist, dass Dieudonné Niangouna eine Geschichte über Kolonialismus und Verdrängung erzählt, die aber nicht von Schwarzen und Weißen handelt, sondern von der Zerstörung der Weißen untereinander. Keiner ist schuldfrei, keiner ist frei von einem Wahn, mit dem er sich die Welt zurechtzimmert."

taz

"Der ganz andere, für uns ungewohnte Blick Niangounas auf die deutsche Kolonialgeschichte in Afrika, macht seine Arbeit bemerkenswert."

Deutschlandfunk