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Hand aufs Herz: Sind Sie wirklich glücklich? Mit ihrer Ehe? Ihren Liebhabern? Den Menschen, mit denen Sie so tagtäglich ihr Leben verbringen? Und wenn nicht: Würden Sie es zugeben? Yasmina Rezas Roman über das Pariser Bürgertum ist ein präzises, bitterkomisches Panorama der Liebes- und Ehegeschichten, der Sehnsüchte und Gehässigkeiten derer, die stets Erwartungen mit Sehnsüchten verwechseln. Denn was heißt das schon, "glücklich sein"?
Kennen Sie diesen Moment, wenn Ihnen plötzlich – an der Käsetheke im Supermarkt oder bei einer ganz zufälligen Begegnung mit einem alten Schulfreund in der Straßenbahn – der Gedanke kommt, dass Sie falsch sind in Ihrem Leben? Dass Sie irgendwo mit irgendwem falsch abgebogen sind? Dass der Mann, der Nacht für Nacht neben Ihnen schläft, vielleicht nicht der Richtige für Sie ist? Und: Würden Sie es zugeben? Und: Kennen Sie das, wenn Sie dann das Licht auf dem Nachttisch einfach ausknipsen und am nächsten Morgen weitermachen, als wäre nichts gewesen?
Yasmina Rezas Roman "Glücklich die Glücklichen" seziert mit viel Humor die Beziehungen des Pariser Bürgertums mit ihren alltäglichen Zumutungen und Gehässigkeiten und beobachtet sehr genau das sogenannte "gute Leben" derer, die so schlecht zwischen Erwartungen und Sehnsüchten unterscheiden können und sich deshalb immer für das Sicherere entscheiden. Denn was heißt das schon, "glücklich sein"?
Yasmina Reza, 1959 in Paris geboren, beschäftigt sich seit über 30 Jahren in Romanen und Bühnenstücken mit den Abgründen der bürgerlichen Gesellschaft. Mit "Kunst" wurde sie zur meistgespielten Dramatikerin ihrer Generation. "Der Gott des Gemetzels" erschien in über vierzig Sprachen und wurde von Roman Polanski verfilmt. Am Berliner Ensemble inszeniert Regisseur und Intendant Oliver Reese nun die deutschsprachige Erstaufführung ihres Romans "Glücklich die Glücklichen".
- Oliver Reese Regie
- Hansjörg Hartung Bühne
- Elina Schnizler Kostüme
- Jörg Gollasch Musik
- Hans Fründt Licht
- Johannes Nölting Dramaturgie