Reihen und Extras Spielzeit 2018/19

 

JAHRHUNDERTBRIEFE

EINE LESEREIHE MIT SCHAUSPIELERINNEN UND SCHAUSPIELERN DES BERLINER ENSEMBLES
#BEjahrhundertbriefe

Wo verdichten sich Geist, Unmittelbarkeit und zeitgeschichtliche Sensibilität in so hohem Maße wie in einigen Briefwechseln deutschsprachiger KünstlerInnen und Intellektueller des 20. Jahrhunderts? In ihnen zeigt sich das Raffinement einer Kultur des Briefwechsels in seiner letzten großen Blüte. Mit dem Aufkommen der digitalen Medien ist dieses Genre an sein Ende gekommen. Wir laden Sie ein, mit uns Epochen und Schicksale wieder aufleben zu lassen, für die Korrespondenzen weit mehr waren als ein Mittel der Kommunikation.

Idee und Konzeption: Rachel Salamander (Literaturwissenschaftlerin, Gründerin der Literaturhandlung)
In Zusammenarbeit mit derLiteraturhandlung.

 

FRIEDMAN IM GESPRÄCH

EINE GESPRÄCHSREIHE MIT MICHEL FRIEDMAN
#BEfriedman

Auch in dieser Spielzeit widmet sich die Veranstaltungsreihe Friedman im Gespräch den existenziellen Themen der Gegenwart und Zukunft. Im Gespräch mit jeweils einem Gast sucht der Publizist und Philosoph Michel Friedman die intellektuelle Auseinandersetzung mit WissenschaftlerInnen, ExpertInnen, PolitikerInnen und KünstlerInnen. Intensiv, analytisch, neugierig auf emanzipatorisches Potential und eindeutige Positionierungen begibt er sich auf Argumentationsreise, hinterfragt grundlegende metaphysische Begriffe und politische Konzepte unseres gesellschaftlichen Miteinanders, um deren Widersprüche und Konfliktfelder sichtbar zu machen. Friedman im Gespräch arbeitet gegen die Krise der Begriffe. Es geht um Wahrheit, Freiheit, Scham und Angst – oder: Was ist der Mensch angesichts Künstlicher Intelligenz?

 

DUNKELDEUTSCHLAND

EIN GEDENKTAG ZUR POGROMNACHT VON 1938
#BEdunkeldeutschland

Brandanschläge auf Gotteshäuser, ein als Nationalismus verbrämter Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, latenter Antisemitismus und Rechte im Parlament: Deutschland 2018. Ist das Land tatsächlich nach rechts gerückt? Mitsamt einer enthemmten Mitte? Wo beginnt geistige Brandstiftung? Mit der Erweiterung des Sagbaren? Wort und Totschlag? Wo beginnt Anstiftung zur Gewalt? Wo begann sie – bevor im November 1938 in einer brandschatzenden Mordwoche deutschlandweit Synagogen in Flammen standen, jüdische Geschäfte, Friedhöfe zerstört, hunderte Menschen ermordet wurden? Warum schaute Deutschland der schleichenden Eskalation nationalsozialistischer Gewaltpolitik stillschweigend zu? Und heute? In verschiedenen Veranstaltungen wird der Gedenktag der Frage nach den Anfangspunkten der Gewalt nachgehen.

Kuratorin: Anja Nioduschewski

 

JANUSKOPF WISSENSCHAFT

EIN THEMENTAG ZUR GESELLSCHAFTSPOLITISCHEN VERANTWORTUNG DER WISSENSCHAFT
#BEwissenschaft

"Es war schimpflich geworden, etwas zu entdecken", notierte Bertolt Brecht 1947 im Zusammenhang mit der Inszenierung seines "Leben des Galilei". Brechts Stimme fehlt in unserem Zeitalter abschmelzender Gletscher, digitaler Überwachungsszenarien, gentechnisch veränderter Lebensmittel – allesamt Folgen von Entdeckungen. Doch impliziert sein Statement unabweisbare Fragen: Wie kann die Wissenschaft ihrer sozialen und politischen Verantwortung gerecht werden? Welche Rolle spielen Forschung und Wissenschaft bei der Lösung drängender Probleme? Wo sind die zulässigen Grenzen ihrer uneingeschränkten Freiheit erreicht und wo beginnt ein ethisch nicht zu vertretender Missbrauch? In Zusammenarbeit mit diversen Wissenschaftsinstituten Berlins laden wir zu einem Thementag mit Diskussionen, Filmen sowie künstlerischen Beiträgen ein.

 

WARUM AUSGERECHNET BRECHT?

DAS THEATER AM SCHIFFBAUERDAMM ALS "TEATRO DELLA MEMORIA BRECHTIANIA"
EINE SZENISCHE FÜHRUNG IM BERLINER ENSEMBLE
#BEbrechtiania

"Warum ausgerechnet Brecht?" ist eine Frage, mit der sich ein gewisser Horst G. Wandel – Patenkind der Weigel – beschäftigte und der auch wir uns stellen wollen. Die Fragestellung geht so: Warum zum Teufel war Brechts Theater am Schiffbauerdamm jahrzehntelang Pilgerziel und Mekka unzähliger WissenschaftlerInnen, KritikerInnen, Theater- und FilmemacherInnen und Tummelplatz scharenweise vor Ort tätiger AgentInnen sowie kalter KriegerInnen jeglicher Couleur? Antworten und Assoziationen, Fakten, verwirrende und aufklärende Geschichten sollen nun gegeben und erzählt werden und finden mit Hilfe von Hans-Peter Litscher zu einer Führung der besonderen Art auf, hinter, unter und vor den Bühnen des Berliner Ensembles. Der Schweizer Ausstellungsmacher, Regisseur und Autor Hans-Peter Litscher ist ein Spezialist für "Spurensuch-Projekte". Er sucht und findet ständig, um dann das Gefundene zu fiktionalisieren und das Fiktionale hieb- und stichfest als Geschichte zu beweisen. Nun nimmt sich der Realitätskorrigierer Litscher das Berliner Ensemble vor.

 

BE-TANZORCHESTER

EINE KONZERTREIHE DES ENSEMBLES
#BEtanzorchester

In regelmäßigen Abständen gibt das BE-Tanzorchester unter der Leitung von Jörg Gollasch Konzerte zum Besten und sorgt für die akustische Verköstigung des Premierenpublikums. In wechselnden Formationen singen Ensemble-SchauspielerInnen was ihr Herz begehrt und die Gitarrenriffs hergeben – und natürlich nur die Knüller, keine Füller.