Schnee von gestern, Schnee von morgen

Das Lautwerden des einen Kreuz-und-Quer-Gehenden zeit seines jeweiligen Innehaltens

Von Peter Handke

Koproduktion mit den Salzburger Festspielen
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin
Kontakt & Anfahrt

Theaterkasse

+49 30 284 08 155 theaterkasse@berliner-ensemble.de

Der reguläre Vorverkauf für alle Vorstellungen bis 11. Oktober läuft! Unsere Theaterkasse hat montags bis samstags von 10.00 Uhr bis 18.30 Uhr für Sie geöffnet.

  • 19.00 Uhr Einführung im Großen Salon.

Worum es in dem jüngsten Text von Nobelpreisträger Peter Handke geht, lässt sich nicht auf eine griffige kurze Formel bringen. In einer Art poetischer Erforschung durchquert ein Dichter die Welt und sie ihn. In dieser Begegnung ist die Sprache das Ereignis, ein Lied, ein Song vielmehr auf der Suche nach einem Widerhall, einem Gegenüber. "Oder auch nicht." Der, der da unentwegt spricht, herumalbert, träumt und staunt – er spielt mit uns. Bis er verschwindet und jemand anderes übernimmt.

 

Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen.

Ein Mensch unterwegs, mitten in der Unübersichtlichkeit der Welt, kein fest umrissener Charakter, sondern einer, der sich durch innere wie äußere Landschaften bewegt. Auf der Suche nach einem Du – "oder auch nicht"? Eine Selbstbefragung vielleicht, eine Abschiedsmelodie möglicherweise. Wie erzählt man von der Welt, ohne über sie zu verfügen? Peter Handke hat die Welt stets neu vermessen – mit Sprache und im Widerstand gegen ihre Abnutzung. Auch in seinem neuen Text bleibt er diesem poetischen Forschen treu – vielleicht radikaler, vielleicht zarter denn je, jedoch nicht ohne jenen Humor, jene Selbstironie, mit der er auch seinen eigenen Ernst nonchalant unterläuft. Alles "Schnee von gestern"? Und wenn?

Da tanzt einer mit der Sprache, erlaubt sich Abschweifungen und Albernheiten, verliert sich mit voller Absicht – bis der eine, der da unentwegt spricht, zurücktritt, aufbricht, verschwindet und jemand anderes übernimmt.

Peter Handke, 2019 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, hat mit Werken wie "Publikumsbeschimpfung" und "Immer noch Sturm" das Theater revolutioniert. Sein jüngster Text wird im Juli bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt – in der Regie von Jossi Wieler, mit Jens Harzer und Marina Galic. Ein "Lied ohne Kehrvers" über das Sehen, Fragen, Ertragen und den Jubel im Moment des Verschwindens. "Oder auch nicht."

Pressestimmen

"Marina Galic und Jens Harzer vertonen Handkes Horoskope mit einer Perfektion, die einen staunend zurücklässt. Schon allein die Chuzpe, die es bedeutet, diesen uferlosen Text auswendig zu lernen und durch immer neue Betonungen zu formen, wäre einen Salzburger Sonderpreis wert."Frankfurter Allgemeine Zeitung

"So entsteht ein rhythmischer, wiegender, gleichförmiger Sog, der über die Vorstellungsdauer von fast zwei Stunden nicht abreißt und einen mit durchgedrücktem Rücken im Sessel sitzen lässt."Süddeutsche Zeitung

"Der Nobelpreisträger Peter Handke hat ein Drama geschrieben, das vor allem ein kauziges Selbstgespräch ist. Bei den Salzburger Festspielen zeigt sich, wie man daraus trotzdem federleichtes Theater macht."Spiegel Online

"Harzer und Galic bewältigen die Herkulesaufgabe meisterhaft. Sie bringen den Text zum Schwingen und zum Klingen – ein Genuss für sprachbegeisterte Zuschauerinnen und Zuschauer."ORF

"Marina Galic und Jens Harzer machen aus diesen Wortlandschaften in der Uraufführungsregie von Jossi Wieler ein Ereignis."Nachtkritik.de

"Es sind fragmentarische Reflexionen eines nur noch in der Sprache Behausten, auf der Suche nach einem offenen Gesicht. Wie Harzer und Galic das auf die Bühne bringen, ist umwerfend."Die Welt

"Harzer und Galic, beide Mitglieder des Berliner Ensembles, fesseln das Publikum."Tagesspiegel

"Hier entfalten Jens Harzer und Marina Galic mit enormem Sprachbewusstsein Handkes Text. Sie gestalten das Synapsengewitter des Erzählers variantenreich, sprechen mit- und gegeneinander, fallen einander ins Wort und ergänzen einander. Sie nehmen das Publikum mit auf eine poetische Reise, erdenschwer und doch leicht. Eine Reise, für die sie am Ende gefeiert werden."Münchner Merkur

"Man kann sich Marina Galic und Jens Harzer als zwei Forscher vorstellen, die die Innenwelt des Dichters durchsuchen und erstaunliche Funde machen. Harzer nützt einen langen Monolog dazu, die Weltbeobachtungen Handkes dem Publikum geradezu flehend anzupreisen, kein Marktschreier, sondern ein Marktflüsterer literarischer Kleinstsensationen: Lernt, so zu sehen wie der Dichter! Alles in allem ist der Abend ein Plädoyer dafür, weiterzuleben und sich nicht der Verzweiflung hinzugeben."Die Zeit

"Jens Harzer und Marina Galic brillieren in der Uraufführung von Peter Handkes neuem Stück bei den Salzburger Festspielen."Abendzeitung München

"Harzer kann das Verspulte der Handkeschen Sprach- und Gedankenwelt bedienen und beherrscht dabei doch einen direkten Tonfall, der das schwer Greifbare plastisch werden lässt. Und Marina Galic schießt mit koboldhaftem Schalk und ebensolcher Stimme immer wieder dazwischen."Deutschlandfunk

"Jens Harzer und Marina Galic teilen sich in Jossi Wielers sanft-filigraner Regie den Text aus Peter Handkes 'Schnee von gestern, Schnee von morgen'."Der Standard

"Bei den Salzburger Festspielen begeistern die ehemaligen Thalia-Stars Jens Harzer und Marina Galic in 'Schnee von gestern, Schnee von morgen'."Hamburger Abendblatt

"Marina Galic und Jens Harzer machen das neue Stück von Peter Handke zum poetischen Spiel."Salzburger Nachrichten

"Sprachlich, rhythmisch im Wechsel der Tempi und im gemeinsamen Zusammenspiel agieren beide auf höchstem Niveau. Sie bringen den zwischen Abstraktion und persönlichem Bekenntnis pendelnden Text von Beginn an zum Tanzen."Die Deutsche Bühne

Digitales Magazin