Der kaukasische Kreidekreis

von Bertolt Brecht
Sa 23.12.
19:30 Uhr
  • with english surtitles
Mo 25.12.
19:30 Uhr
Mo 22.01.
19:30 Uhr
  • with english surtitles
Do 25.01.
19:30 Uhr
  • with english surtitles
Großes Haus
1 Std 50 Min
Keine Pause
Premiere
#BEkreidekreis

Die Handlung im Kreidekreis ist modellhaft klar und dialektisch schön: Bei einer Revolution lässt die fliehende Gouverneursfrau ihr Baby zurück. Ihre Magd Grusche findet das Kind und überlegt eine Nacht lang, ob sie als alleinstehende Frau im Krieg ein kleines Kind retten kann. Sie entscheidet sich für das Kind. Auf der Flucht gerät sie in immer größer werdende Schwierigkeiten an deren Ende sie vor ein Gericht gestellt wird, da die Gouverneursfrau ihr Kind zurückhaben will. Die Zeiten haben sich wieder geändert, jetzt ist das Kind der Erbe eines großen Vermögens.

Doch kurz bevor die alte Herrschaft die Zügel wieder fest im Griff hat, gibt es eine kurze Zeit der Anarchie, in der der Richter Azdak herrscht. Seine Richtersprüche sind gefürchtet bei den Reichen und ein Segen für die Armen. So erfindet er für den Fall, dass die biologische aber herzlose Mutter ihr Kind zurückfordert, den salomonischen Kreidekreis neu.

Die Frage, die hier verhandelt wird, ist von ebenso großer Schlichtheit wie politischer Eindringlichkeit: Wem gehört die Welt? So ist es kein Zufall, dass Bertolt Brecht, als das Berliner Ensemble 1954 endlich das Theater am Schiffbauerdamm bespielen darf, als erstes den Kaukasischen Kreidekreis inszeniert. Michael Thalheimer wird als Hausregisseur regelmäßig am Berliner Ensemble arbeiten. Seine bisherigen Inszenierungen sind in dem neuen Buch von Hans-Dieter Schütt "Michael Thalheimer" in zahlreichen Gesprächen, Texten und Fotos dokumentiert.

Besetzung & Regieteam

als Grusche Vachnadze
als Sänger
als Azdak, Mönch
als Simon Chachawa
als Natella Abaschwilli, Schwägerin der Grusche u. a.
als Maro, Der erste Panzerreiter u.a.
als Die Alte, Sterbender Bauer, Der Fürst u.a.
als Lavrenti Vachnadze (Bruder der Grusche), Adjudant
als Schwiegermutter, Polizist Schauwa u.a.
  • Regie: Michael Thalheimer
  • Kostüme: Nehle Balkhausen
  • Musik: Bert Wrede
  • Dramaturgie: Bernd Stegemann
  • Licht: Ulrich Eh
  • Musiker: Kalle Kalima, Kai Brückner
 

Wenn das Haus eines Großen zusammenbricht,
werden viele Kleine erschlagen.

Bertolt Brecht
 

Gazettengeraune

5 Pressestimmen

"Eine Wucht, der entschlackteste Brecht, den man sich nur wünschen kann."

Süddeutsche Zeitung

"Stefanie Reinsperger, schmachtet, schwelgt, trieft, juchzt, ächzt, hopst, greint, knutscht, schluchzt, heult, zetert und verachtet auf Champions-League-Niveau."

Die Welt

"Ein umjubelter Paukenschlag zum Auftakt der Ära Reese."

Der Standard

"Stefanie Reinsperger ist grandios."

Die Zeit

"Es ist eine harte, schnelle Produktion – zurechtgestutzt auf die Geschichte der Magd, die im Krieg ein Kleinkind rettet, das sie unter großen Entbehrungen aufzieht. Stefanie Reinsperger spielt sie mit ungeheurer Energie, angefeuert von E-Gitarrenriffs, die ein Musiker live auf die Bühne donnert – ein Brecht fürs 21. Jahrhundert."

RBB Kulturradio