Glaube und Heimat

von Karl Schönherr
Fr 13.12.
19:30 Uhr
  • anschließend Publikumsgespräch mit Michael Thalheimer u.a.
Fr 20.12.
19:30 Uhr
Sa 18.01.
19:30 Uhr
Fr 24.01.
19:30 Uhr
Fr 31.01.
19:30 Uhr
Großes Haus
1 Std 35 Min
Keine Pause
Premiere
#BEglaube

Von einer autoritären Regierung in einer Hetzjagd gebrandmarkt, werden Menschen vor die grausame Wahl gestellt, ihre Glaubensfreiheit oder ihr Zuhause aufzugeben. Für die Familie Rott eine unmenschliche Zerreißprobe. Großvater und Sohn leben ihren Glauben im Verborgenen. Nun geht es auf einmal um nichts weniger als um die existenzielle Beziehung jedes Familienmitglieds zur Welt. Welche Bindung ist die (über-)lebenswichtigste: diejenige an Menschen, an Räume, an Dinge oder an Überzeugungen? Schönherrs 1910 uraufgeführtes Volksstück über die Vertreibung von Protestant*innen durch Katholik*innen in Österreich ruft die fundamentalistische Gewalt in  Erinnerung, die Christ*innen erfuhren – durch Christ*innen, mitten in  Europa.

Besetzung & Regieteam

als Alt-Rott, sein Vater
als Der Spatz, sein Sohn
als Peter Rott, sein Bruder
als Sandperger zu Leithen
als Englbauer von der Au
als Die Mutter der Rottin
als Unteregger, Schwager der Rottin
als Ein Reiter des Kaisers
als Bader, Schreiber
 

Pressestimmen

4 Pressestimmen

"Thalheimer lässt Döhler und Reinsperger in all dem voranschreitenden Elend hier die Zeit, um diesen einen Moment der Zartheit zum Strahlen bringen zu können, wie es auf so unverwechselbare Art nur zwei so Ausnahmeschauspieler wie diese beiden können."

RBB24

"Eine Paraderolle für Andreas Döhler, der wie kaum ein anderer Schauspieler den vierschrötigen, einfach gestrickten Typen mit Herz am rechten Fleck verkörpern kann."

Nachtkritik

"Stefanie Reinsperger spielt die Rottin großartig. Sie changiert zwischen erbitterter Wut und ganz feinen Liebesbekundungen. Wie die beiden immer wieder zu ganz verzagt-zarten Körperberührungen kommen, gehört zu den Stärken der Inszenierung von Michael Thalheimer am Berliner Ensemble, wie überhaupt die Arbeit mit den Schauspielern viele psychologische Feinheiten zeigt."

Die deutsche Bühne

"Was der Abend tatsächlich schafft, ist eine Aktualisierung, die gar keine klaren Bezüge braucht: Jenseits des Themas, wer wen vertreibt, steht die Frage im Raum, was eigentlich aus den Gestalten wird, die hier zur Flucht gezwungen werden. Und wenn man erkennt, dass die Fliehenden diejenigen sind, die am wenigsten für die verfahrene Situation können, dann ist ‚Glaube und Heimat‘ überraschend im Europa der Gegenwart angekommen."

Nachtkritik

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