Clockwork Orange

von Anthony Burgess

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Neues Haus
Premiere
#BEclockwork

Alex und seine Drooges ziehen gelangweilt und jenseits jeder Perspektive auf ein geordnetes Leben durch die Vororte Londons und richten Verwüstung an: Sachbeschädigungen, Raubüberfälle, Vergewaltigung, schwere Körperverletzung. Als Alex’ Führungsstil zu autoritär wird und zu wenig Geld bei den Streifzügen herausspringt, wenden sich die Anderen gegen ihn und hindern ihn bei einem Einbruch, bei dem er eine Frau erschlagen hat, an der Flucht. Alex wird festgenommen und in Folge durch den Justizapparat gebrochen und konditioniert. Clockwork Orange stellt die Frage nach dem diffusen Ursprung von Gewalt, von der wir uns 60 Jahre nach Erscheinen des Romans ein sehr differenziertes Verständnis erlauben können: Nicht nur körperliche Angriffe und besonders vulgäre Grenzüberschreitungen werden heute als brutal eingestuft, sondern auch sehr viel subtilere Zumutungen, die Individuen infrage stellen (könnten). Was bedeutet Gewalt heute? Kann man Menschen dazu zwingen, sich "gut" und "richtig" zu verhalten? Oder gleicht das wiederum einem Akt der Gewalt? In welcher Form erzeugt Gewalt Gegengewalt? Ist Gewalt legitim, um die eigene Freiheit zu verteidigen? Als Selbstverteidigung gegen Andere? Gegen eine Gesellschaft? Bis zu welchem Punkt?

ANTHONY BURGESS (1917 – 1993) war ein britischer Schriftsteller und Komponist. Sein "Zukunftsroman" A Clockwork Orange erschien 1962 und wurde zehn Jahre später prominent von Stanley Kubrick verfilmt. In der Folge kam es zu Kontroversen rund um die Interpretation des Stoffes – auch weil der Film das Ende, an dem Alex ein integrierter Teil der Mehrheitsgesellschaft wird, weglässt.

 

Mit Schauspielstudierenden der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch".

Besetzung & Regieteam

In Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch