Die Blechtrommel

von Günter Grass
Mi 27.11.
20:00 Uhr
  • 19.00 Uhr Einführung im Großen Salon
Sa 14.12.
19:30 Uhr
Mo 23.12.
19:30 Uhr
  • with English surtitles
Großes Haus
1 Std 50 Min
Keine Pause
#BEblechtrommel

Noch kaum geboren, erkennt Oskar Matzerath die Welt als universales Desaster – und lehnt sie ab. Einzig die von seiner Mutter versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Überlebensperspektive: die Existenzform als Trommler, ein groteskes Künstlerdasein mit ambivalenten Motivationen und Wirkungen. So beschließt Oskar an seinem dritten Geburtstag, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des faschistischen Denkens und Handelns, berichtet von Ehebruch und Pogromnacht, verknüpft Privatgeschichte mit Zeitgeschichte. Er ist Zeuge, zugleich Außenseiter wie Beteiligter einer Welt, in welcher ein Zivilisationsbruch wie der Holocaust möglich ist.

Nicht schuldig, aber verantwortlich für das Grauen, das in deutschem Namen begangen wurde, hat Günter Grass sich zeitlebens gefühlt. "Die Blechtrommel" ist auch ein Versuch, die Mechanismen der eigenen Verführung durchsichtig zu machen. Trotz aller Kontroversen um den Roman und Nobelpreisträger Günter Grass, gilt der Text bis heute als Meilenstein der deutschen Nachkriegsliteratur. Regisseur Oliver Reese erzählt die Geschichte des ewigen Trommlers in einer ganz auf die Perspektive der Hauptfigur zugeschnitten Fassung.

Besetzung & Regieteam

als Oskar Matzerath
 

Pressestimmen

6 Pressestimmen

"Das ist wirklich eindrucksvolle Schauspielkunst."

Süddeutsche Zeitung

"Mr. Holonics, alone on a nearly bare stage, needs to evoke that entire unseen world, and his mesmerizing performance succeeds utterly."

The New York Times

"Eine virtuose Oskar-Soloshow des Ausnahmeschauspielers Nico Holonics."

Berliner Zeitung

"Schauspielertriumph!"

Frankfurter Rundschau

"In einem dramatischen Hochseilakt zwischen Identifikation und Distanz, bedrängender Vergegenwärtigungswut und leiser Andeutung gelingt Nico Holonics in einem Atemzug die Entwicklung vom rebellischen Kleinkind und greinenden Balg zum tückischen Strategen."

Deutschlandfunk

"Kraft des Spiels glaubt man in den Zuschauerreihen, den Vanille-Duft selbst zu wittern. So sinnlich ist Theater selten."

Rhein-Neckar-Zeitung
 

Gastspiele

16.4.2018 Madách International Theatre Meeting (MITEM), Budapest
26.9.2018 Theater Gütersloh
1.10.2018 Solo Festival Moskau (Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Moskau)
26.5.2019 Flora Festival, Olmütz (CZE)