Die Blechtrommel

von Günter Grass
So 17.12.
19:30 Uhr
Mi 27.12.
19:30 Uhr
Mo 01.01.
19:30 Uhr
Di 23.01.
19:30 Uhr
  • 19.00 Einführung, anschließend Publikumsgespräch
Mi 31.01.
19:30 Uhr
Großes Haus
1 Std 50 Min
Keine Pause
#BEblechtrommel

Noch kaum geboren, erkennt Oskar Matzerath die Welt als universales Desaster – und lehnt sie ab. Einzig die von seiner Mutter versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Überlebensperspektive: die Existenzform als Trommler, ein groteskes Künstlerdasein mit ambivalenten Motivationen und Wirkungen. So beschließt Oskar an seinem dritten Geburtstag, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des faschistischen Denkens und Handelns, berichtet von Ehebruch und Pogromnacht, verknüpft Privatgeschichte mit Zeitgeschichte. Er ist Zeuge, zugleich Außenseiter wie Beteiligter einer Welt, in welcher ein Zivilisationsbruch wie der Holocaust möglich ist.

Nicht schuldig, aber verantwortlich für das Grauen, das in deutschem Namen begangen wurde, hat Günter Grass sich zeitlebens gefühlt. "Die Blechtrommel" ist auch ein Versuch, die Mechanismen der eigenen Verführung durchsichtig zu machen. Trotz aller Kontroversen um den Roman und Nobelpreisträger Günter Grass, gilt der Text bis heute als Meilenstein der deutschen Nachkriegsliteratur. Regisseur Oliver Reese erzählt die Geschichte des ewigen Trommlers in einer ganz auf die Perspektive der Hauptfigur zugeschnitten Fassung.

Eine Produktion von Schauspiel Frankfurt.

Besetzung & Regieteam

als Oskar Matzerath
  • Regie: Oliver Reese
  • Bühne: Daniel Wollenzin
  • Kostüme: Laura Krack
  • Musik: Jörg Gollasch
  • Licht: Steffen Heinke
  • Dramaturgie: Sibylle Baschung
 

Gazettengeraune

4 Pressestimmen

"Eine virtuose Oskar-Soloshow des Ausnahmeschauspielers Nico Holonics."

Berliner Zeitung

"Man ist ganz auf der Seite dieses Schauspielers, der greint und grübelt, verführerisch flüstert und größenwahnsinnig schreit."

Süddeutsche Zeitung

"Schauspielertriumph!"

Frankfurter Rundschau

"In einem dramatischen Hochseilakt zwischen Identifikation und Distanz, bedrängender Vergegenwärtigungswut und leiser Andeutung gelingt Nico Holonics in einem Atemzug die Entwicklung vom rebellischen Kleinkind und greinenden Balg zum tückischen Strategen."

Deutschlandfunk

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