Hedda

von Henrik Ibsen
aus dem Norwegischen von Heiner Gimmler
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin
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    • Worx

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Hedda Gabler lebt ein Leben voller Konventionen. Sie ist gefangen: in ihrer Ehe, in ihrer Zeit und in einem Theaterstück. Hedda ist Antiheldin, Vorreiterin und Rätsel zugleich. Was treibt sie in ihren scheinbar destruktiven Handlungen an? Was macht sie aus? Ihre Sehnsucht? Ihr Stolz? Ihre Taten? In seinem 1891 uraufgeführten Stück hinterfragt Henrik Ibsen die Werte seiner Zeit – nicht nur durch den Inhalt, sondern auch durch die Form und die Beziehung zu seinem Publikum. Das Team um WORX-Regisseur Heiki Riipinen tut es ihm gleich: Sie laden das Stück neu auf. Heddas Heim und Leben werden zum „Tatort“, in dem das Spektrum traditioneller Lesarten von Beziehung und Sein über das Heteronormative hinaus erweitert wird.

Der aus Norwegen und Finnland stammende Heiki Riipinen ist Regisseur, Schauspieler, Drag Queen, Kurator und Dozent. Seine Aufführungen entwickelt er in gemeinschaftlichen Prozessen, die auch das Publikum einbeziehen. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit den Themen Macht, Normen, Geschlecht und Sexualität.

Hedda Gabler lebt ein Leben voller Konventionen. Sie ist gefangen: als Generalstochter, in ihrer Ehe mit dem langweiligen Wissenschaftler Tesman, in den Umständen ihrer Zeit und bis heute in einem Theaterstück. In dem 1891 in München uraufgeführten Stück hinterfragt der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen aus dem deutschen Exil heraus die gesellschaftlichen Werte seiner Zeit – nicht nur durch Inhalt oder tiefen-psychologische Figurenkonstellationen, sondern vor allem durch Form und die Beziehung zum Publikum. Eben das war unter anderem Ibsens Errungenschaft in seiner Phase der Entdeckungs- oder Enthüllungsdramen, zu denen Hedda Gabler zählt.

Mit der Rückkehr von der Hochzeitsreise wird das neue Heim für Hedda zum Gefängnis und zum mehrdimensionalen Tatort. Immer mehr Menschen kommen in die Villa: Tante Julle, Richter Brack, Thea Elvsted und Ejlert Løvborg. Sie alle sammeln sich um eine Frau, die Schönheit, Lust und das Absolute sucht, aber in diesem Leben nicht finden kann, nicht finden darf. Daraus entwickelt sich eine immense negative Kraft, die zum doppelten Suizid führt.

Das Team um WORX-Regisseur Heiki Riipinen arbeitet mit dem Originaltext und versucht, das Stück neu aufzuladen, bekannte Erzählweisen zu brechen. Aus dem modernen Klassiker wird ein „Body-Horror“ über Macht, gesellschaftliche Verantwortung und den „Horror der Reproduktion“ – im doppelten Sinn, biologisch und gesellschaftlich. Das Publikum fungiert dabei als Kompliz:innen, als denkende und fühlende Beobachter:innen.

von Daniel Grünauer

Digitales Magazin

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Pressestimmen

"Dort hat jetzt der norwegische Regisseur Heiki Riipinen Ibsens 'Hedda Gabler' eine beschwingte, etwas spöttische Inszenierung beschert, die nur noch den Vornamen im Titel trägt. Die Regie hält sich geradezu liebevoll an die literarische Vorlage und erzählt die vier Akte so linear und übersichtlich, dass auch Ibsen-Neulinge ohne Konsultation des Schauspielführers problemlos folgen könnten."Süddeutsche Zeitung

"Riipinen treibt dem Stück den Naturalismus aus und inszeniert es als schwarzhumorige, feministische Groteske."rbb24

"Regisseur Heiki Riipinen verpasst Ibsens Drama um eine unglückliche Frau einen queeren Neuanstrich: bunt, tragikomisch, sehenswert."Berliner Morgenpost

"Eine schräge, schrille, schwarze Komödie."RBB Kultur

"In der Versuchsanordnung dieser cleveren, komischen und sehr unsentimentalen Inszenierung ist das absolut logisch."Süddeutsche Zeitung

"Ibsen gelesen als komische, kurzweilige Groteske, ohne den altbekannten Naturalismus – das ist durchaus schön erfrischend."Rbb Inforadio

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